Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Das Biegen des Holzes

27

ihre  Rolleu  in  unmittelbarer  Nähe  von  b‘  aufdrückenden  Rahmen ­
  b  werden  jetzt  mittelst  Winden  oder  k  laschenzügen,  dei
eine  links,  der  andere  rechts  um  seine  Drehachse  bewegt,  bis
sie  die  punktirten  Stellungen  eiunehmeu.  Dabei  bleiben  die
Rollen  d  entweder  in  gleicher  relativer  Lage  zum  Drehpunkte
der  Rahmen,  wenn  es  sich  um  eine  nahezu  kreisbogenförmige
Krümmung  handelt,  oder  man  verstellt  sie  je  nach  Bedarf,
um  das  Holz  an  die  beliebig  gestaltete  Form  anzudrücken.
An  mehreren  Stellen,  namentlich  an  den  Enden,  wird  das  Holz
durch  Klammern  mit  der  Form  fest  verbunden.  Gewisse  1  heile
des  Holzes  widerstreben  mitunter  der  Anschmiegung  an  die
gewünschte  Form.  Dort  wird  nochmals  mit  g,  e  und  d  manipulirt
  und  eine  Klammer  angelegt.  Die  Maschine  bleibt  nun
bis  zur  völligen  Trocknung  in  dem  Zustande  nach  der  Biegarbeit ­
  und  wird  erst,  wenn  diese  vollkommen  zu  Ende  ist,
demontirt.  Das  polytechnische  Ceutralblatt  publicirte  eine
Beschreibung  dieser  Anordnung  von  Richon,  Lenoir  und
Petitjean  nach  Ablauf  des  Privilegiums  im  Jahre  1848  und
plaidirte  damit  für  die  Anwendung  der  Maschine.
Das  Biegen  von  Schiffbauholz,  das  durch  die  oben  beschriebene ­
  französische  Einrichtung  gefördert  wurde,  trat  um
so  mehr  in  den  Vordergrund,  je  seltener  und  theurer  die
krumm  gewachsenen  Bauhölzer  wurden,  und  je  mehr  man  sich
von  der  Superioren  Qualität  der  gebogenen  überzeugte.  Immer ­
  mehr  tauchen  in  technischen  Journalen  (namentlich  im
Scientefic  American  1856,  im  Artizan  1857)  Nachrichten  über
Erfolge  in  diesem  Verfahren  des  Holzbiegens  für  Marinezwecke
auf.  Bei  der  Pariser  Ausstellung  i.  ,1.  1855  machte  das  Modell
der  Biegmaschine  von  Thomas  Blanchard  in  Boston  Aufsehen. ­
  (Siehe  Deutscher  amtlicher  Bericht  von  Dr.  v.  Viebahn
  und  Dr.  Schubarth,  Berlin  1856.)  Eichenhölzer  von
5  —  10  Centim.  Quadratquerschnitt  zu  biegen,  war  keine
Schwierigkeit  mehr,  ja  es  gelang,  Balken  von  30  Centim.  Höhe
in  20  Minuten  zu  biegen.  Durch  diese  Erfolge  erklärt  sich
die  Gründung  einer  Timber  bending  Company  in  London  und
einer  Anzahl  von  Werken  in  Amerika,  welche  sich  mit  der
Erzeugung  von  gebogenen  Hölzern  für  allerlei  Zwecke  befassen. ­

            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.