Ankauf der Herrschaft Wsetin in Mähren.
der Bahntransport in Anwendung gebracht wurden. Bis dahin
war der Holzbedarf nur aus den im Umkreis der Fabriken
liegenden Waldungen gedeckt. Nunmehr wurde der größte
Teil des Buchenholzkonsums der mährischen Fabriken durch
den Bahntransport von Möbellatten aus Galizien gedeckt. Die
1867 mit der erzherzoglichen Güterdirektion abgeschlossenen
Holzlieferungsverträge wurden nach Ablauf wiederholt, und
wenn auch in anderer Form, immer wieder verlängert.
Inbetrieb
setzung
neuer An
lagen.
Ankauf der Herrschaft Wsetin.
Einrichtung einer Fabrik in Hallenkau.
Noch in demselben Jahre (1867) schloß die Firma Ge
brüder Thonet auch mit der Direktion der im Besitze der
belgischen Gesellschaft »Societc civile de Wsetin« befind
lichen Herrschaft Wsetin einen Holzlieferungsvertrag ab,
wonach der Firma Gebrüder T honet die herrschaftliche
Dampfsäge in Hallenkau zum Buchenverschnitt überlassen
wurde, um von dort aus die fertig geschnittenen und ge
drechselten Möbelstäbe nach den Fabriken Bystritz und Ko-
ritschan zu verfrachten. Ende 1890 ging die Herrschaft Wse
tin in den Besitz der Firma Gebrüder Thonet über.
Auch hier, wie in Saybusch, war Michael Thonet mit
der Errichtung und Inbetriebsetzung der Säge und Drechs
lerei beschäftigt und nahm namentlich im Jahre 1868, als der
dortige Betrieb vergrößert wurde, in Hallenkau längeren
Aufenthalt, während welcher Zeit er beim damaligen Ober
förster Johann Bernard (gest. als k. k. Forstrat und Ge
brüder Thonetscher Gutsdirektor 1895) in Hallenkau
wohnte. Ende 1868 errichtete Michael T honet zu der von
der Herrschaft Wsetin gepachteten Dampfsäge in Hallenkau
eine Biegereianlage, worauf ebendaselbst die Errichtung einer
Rasplereifiliale und sodann in den Lokalitäten der herrschaft
lich Wsetiner ehemaligen Josefisäle in Wsetin die Errichtung
einer Polierereifiliale erfolgte. Im Jahre 1869 wurde die ganze
Hallenkauer Anlage allmählich zu einer vollständigen Fabrik