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Andernach am Rhein, Ursprungsort des Hauses Thonet.
Jahre 876 erlitt bei Andernach Karl der Kahle durch Ludwig II.,
Sohn Ludwig des Deutschen, eine Niederlage. Sieg Otto I.
939 über Herzog Eberhard. Ebenso wurde hier 1114 Kaiser
Heinrich V. von den mit dem Erzbischof von Köln vereinigten
Sachsen besiegt. Um diese Zeit (1126) bekam der Ort Stadtrechte
und seine, kaum mehr vorhandene, Befestigung (15 Warttürme).
Trotzdem die Stadt 1199 durch Kaiser Philipp vollständig
zerstört wurde, erhob sie sich doch schnell wieder,
erlangte eine bedeutende Ausdehnung und trat 1253 als freie
Reichsstadt den rheinischen Städtebund bei, in welchem sie
eine bedeutende Rolle spielte. Im Jahre 1632 wurde Andernach
von den Schweden genommen, dagegen 1646 von dem französischen
Feldherrn Turenne vergeblich belagert. Darauf 1688
von den Franzosen, 1712 von den Hessen erobort und verheert,
kam die Stadt 1794 an Frankreich, 1815 aber mit dem
linken Rheinufer an Preußen.
Die Stadt mit ihrem gewaltigen architektonisch und
historisch merkwürdigen Wachtturm (1448—52) bietet einen
interessanten Anblick. Zur Zeit der Volkszählung im Jahre 1900
hatte Andernach rund 8000, im Jahre 1919 bereits 10.000
Einwohner, die ihren Erwerb größtenteils in der Industrie,
Schiffahrt (Traß, Mühlsteine) finden. An Bildungsanstalten sind
zu nennen Gymnasium, Lyzeum, höhere Töchterschule. Zu
den Merkwürdigkeiten der Stadt gehören: die prachtvolle
katholische Pfarrkirche, die gothische Minoritenkirche aus dem
14. Jahrhundert, der St. Petersbrunnen, das Rheinfor mit dem
alten Wahrzeichen der Stadt.
Inhaltsverzeichnis.
Seite
3
Vorwort .
Benützte Quellen
Einleitung
Michael Thonets Jugend-, Lehr- und Meisterjahre . ... i
Die Erfindung der Möbel aus gebogenem Holze . . . . •
Patentschutz und Verwertung der Erfindung
Dem Erfinder wird ein Privilegium erteilt *-Finanzielle
Schwierigkeiten • ‘
Zusammenarbeiten mit Wiener Möbel- und Parkettenfabrikanten o
Gründung eines selbständigen Geschäftes '
Thonet-Möbel auf der Londoner Weltausstellung 1851 • 20
Übertragung des Geschäftes auf Thonets Söhne . . • • '
Michael Thonet durch Preismedaillen ausgezeichnet . . • -23
Einrichtung der ersten größeren Thonet-Möbelfabrik in Koritschan . 24
Einführung des maschinellen Betriebes
Vervollkommnung des Biegeverfahrens 28
Fabrikation von Wagenrädern aus gebogenem Holze .... 29
Das erste Schaukelfauteuil aus gebogenem Holze 3-Bau
der zweiten Thonet-Möbelfabrik in Bystritz am Hosteui . . 33
Tod der Lebensgefährtin Michael Thonets, Frau Anna 1 honet, geborenen
Crass . . • • > • ' ‘ '
Große Erfolge auf der Londoner Weltausstellung 1862. . • ■ 3b
Gründung der dritten Bugholzmöbelfabrik in Gros-Ugrocz . . .37
Buchenholzlieferungen aus Galizien für die Thonetschen Fabriken . 39
Ankauf der Herrschaft Wsetin. Einrichtung einer Fabrik in Hallenkau 40
Tod Michael Thonets ’ '
Auszeichnungen der Firma Gebrüder Thonet von 1851 bis 1871 . . 4d
Ein Erbstück von Michael Thonet • • ' 44
Boppard am Rhein, Luftkurort, „Perle des Rheins", der Geburtsort
Michael Thonets
Andernach am Rhein, der Ursprungsort des Hauses Thonet . . 49
Druckfehlerberichtigungen.
Auf Seite 25 ist anstatt Herrmann (Wittgenstein) richtig Hernann
und auf Seite 31 anstatt „Verwendung von Thoneträder“ richtig „Verwendung
von Thoneträdern“ zu lesen.