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Full text: Die ottomanische Baukunst

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I/ARCHITECTURE OTTOMANE. — SULEIMANIE, A CONSTANTINOPLE. 
temperature douce et uniforme. Au moyen de trappes en bois qui occu- 
pent toute la partie centrale du plancher de cette nef, l’air contenu dans 
ces souterrains se repand dansle Djami, oü, de la sorte, il fait toujours 
chaud en hiver et frais en ötö. 
Toutes les dcritures qui ornent la Suleimaniö ont 6td dessindes par le 
cdlebre calligraphe Hassan Tchdlebi, enterre aux eaux douces d’Europe, 
ä Sutlidjd, ä cotd desonmaitre. Parmi les chefs d’oeuvre d’ornementa- 
tion calligraphique qui lui sont düs, il convient de citer plus particu- 
lierement les grandes rosaces de tuiles emaillees ä lettres Manches sur 
fond bleu de roi, encadrees dans desbordures de feuillages bleu turquoise, 
qui ddcorent les deux cötes du Mihrab. 
Ainsi que le mimber placd ä sa gauche, le mihrab est en marbre 
blanc, sculpte en stalactites rehaussees d’or. Les plaques de marbre 
composant le mimber sont au nombre de 4 seulement; la porte et le socle, 
chacun d’uneseule piece, mesurent huitmetres, Tun dans sa longueur, 
et l’autre en hauteur. C’est aussi la mesure de la niche ä mitre du mihrab. 
La tribune impöriale, placöe ä droite, est dgalement en marbre 
blanc; des colonnes en porphyre avec chapiteaux d’ordre cristallisö, 
en marbre blanc ä aretes dordes, la supportent. Il s’y trouve deux 
fontaines richement ornees, destinees aux ablutions. La porte de cette 
tribune est, ainsi que toutes les boiseries de l’edifice, en noyer sculpte 
en rosaces geomdtriques. Un Kursu (Chaire) adosse au pied-droit 
le plus rapprochd de la tribune Imperiale, est digne d’etre citd pour 
Fexecution remarquable d’un travail de ce dernier genre, oü le noyer 
est finement decoupd ä jour et sculptd avec hardiesse et delicatesse. 
A Fautre extremite de la nef, sur le pied-droit du cöte oppose, 
s’appuie la tribune du Muezzin; plus simple, mais presque aussi belle 
que la tribune Imperiale, eile est aussi d’ordre cristallisd. 
Derriere la tribune du muezzin, le long des bas cotds, se trouve 
la bibliotheque, separee de la nef par une superbe grille de laiton 
travaillde en ornements rococo, dont la reparation date du regne de 
Sultan Mahmoud I, eile a ete faite par son grand Vezir: Musta- 
pha Pacha. Dernierement encore, cette grille ä dte remise a neuf par 
Ahmed Vefik Effendi. 
En sortant de la nef, on passe devant des galeries extürieures ä 
ordres superposes; celle du bas est cristallisee a arcades ogivales 
alternant, les unes larges et hautes, les autres basses et etroites; celui 
du haut est brechiforme ä arcades regulieres, ütroites et hautes. 
Du cote qui regarde la Mekke sont des cimetieres plantes derosiers; 
au milieu ont etü batis plusieurs magnifiques turbbs, entre autres celui 
du fondateur, qui fera l’objet d’un chapitre special de cet ouvrage. Il 
est entoure d’une foule d’autres sepultures appartenant, soit ä des mem- 
bres de la famille Imperiale, soit ä des personnages historiques. Le celö- 
bre grand Vdzir A'ali Pacha repose lä avec sa famille. 
Parmi tous ces morts illustres nefigure pas l’architecte delaSuleimaniö; 
mais Maitre Sinan s’est bati lui-meme ä l’ecart, non loin de lä, un 
modeste et charmant mausolee, situe au coin de deux rues, entre l’en- 
ceinte exterieure du Djami et le Cheikh-ul-Islam Kapoussy, de son temps 
quartier Günüral des Janissaires. 
On sait que ce grand artiste appartenait ä Fdtat-major de la re- 
doutable milice qui, aprcs avoir eleve la puissance militaire de la 
Turquie jusqu’ä son plus brillant apogee, a rendu plus tard, par ses 
rövoltes continuelles et la sanglante tyrannie qu’elle exerqait sur les 
souverains eux-memes et sur tous leurs peuples, son abolition indispen 
sable au salut de l’Empire. Maitre Sinan, pendant tout le cours de sa 
Moschee, Meister Sinan, hat diese Einrichtung getroffen damit, in 
nerhalb des Schiffes stets eine angenehme und gemaessigte Tempe 
ratur herrsche. Vermittelst hoelzerner Fallgitter, die fast die ganze 
Mitte des Schiffes einnehmen, wird der in den unterirdischen Gaen- 
gen sich befindlichen Luft Eingang ins Innere der Djami verschafft, 
so dass die Temperatur im Winter stets eine warme und im Som 
mer eine kuehie ist. 
Saemmtliche Inschriften , weiche die Sule'imanie zieren , wurden 
vom beruehmten Calligraphen Hassan Tchelebi gezeichnet, der neben 
seinem Meister in Sutlidje, an den suessen Gewaessern Europas, be 
graben liegt. Unter den Meisterwerken calligraphischer Ornamente, 
die man ihm zuschreiht, sind besonders hervorzuheben die grossen 
emaillirten Sternkraenze mit weissen Buchstaben auf koenigsblauem 
Grunde, umrahmt von turkisenblauen Laubborduren, welche den 
Mihrab zu beiden Seiten zieren. 
Gleich dem Mimbar, der zu seiner Linken steht, ist der Mihrab 
aus weissem Marmor in Stalactiten gehauen, die durch Vergoldung 
hervorgehoben sind. Der Mimbar besteht aus nur] 4 Marmorplatten. 
Die Thuere und der Sockel, welche je aus einem Stuecke, messen 
8 Meter, und zwar die Erstere in der Laenge und der Letztere in 
der Hoehe. Dieser Dimension entspricht auch genau die haubenfoer- 
mige Nische des Mihrab. 
Die kaiserliche Loge rechts ist gleichfalls von weissem Marmor. 
Sie wird von Porphyrsaeulen mit cristallisirten Capitellern von weis 
sem Marmor und vergoldeten Kanten getragen. Darin befinden sich 
zwei reich decorirte Fontainen, die zu den Ablutionen des Sultans 
bestimmt sind. Die Thuere dieser Loge ist wie das gesammte Tafel 
werk des Gebaeudes aus Nussbaumholz rosenfoermig geschnitzt. 
Ein Kursu (Kanzel), an einem der naechsten Pfeiler der kaiserli 
chen Loge angelehnt, ist gleichfalls ein Meisterwerk von Holzschni 
tzerei; dieselbe ist auf das kuehnste und zierlichste durchbrochen. 
Auf der entgegengesetzten Seite des Schiffes, ebenfalls von einem 
Pfeiler gestuetzt, befindet sich die Tribune des Muezzins, wohl einfa 
cher aber nicht minder schoen als die kaiserliche Loge. Hinter der 
Tribune des Muezzins, den Nebenseiten entlang, ist die Bibliothek, 
von dem Schiffe durch ein praechtiges im Rococostyle gearbeitetes 
Messinggitter getrennt, dessen Reparatur von der Regierungszeit Sul 
tan Mahmoud I. herruehrt. Sie wurde von dessen Grossvezier Mous- 
tapha Pascha ausgefuehrt. Auch in neuster Zeit wurde dieses Gitter 
durch Ahmet Vefik Effendi wiederhergestellt. 
Beim Austritt aus dem Schiffe passirt man etagenfoermige Galle- 
rien; die unterste derselben ist crystallisirt und besteht aus Kreuz- 
bogenfoermigen Arcaden, von denen abwechselnd die einen breit und 
hoch und die anderen niedrig und schmal; die oberste ist scharten- 
fcermig mit regelmaessigen schmalen und hohen Arcaden. 
In der Richtung gegen Mekka zu dehnen sich mit Rosen bepflanzte 
Friedhoefe aus, in deren Mitte sich herrliche Turbes befinden, unter 
anderen die des Erbauers, der in diesem Werke ein besonderes Ca- 
pitel gewidmet ist. Sie ist von einer Menge anderer Grabmaeler 
umringt, die theils Gliedern der kaiserlichen Familie theils histori 
schen Persoenlichkeiten errichtet sind. Auch der beruehmte Grossve 
zier Aali Pacha ruht hier mit seiner Familie. Das Grabmal des Meis 
ters Sinan sucht man jedoch an diesem Orte vergebens. 
Der beruehmte Architekt der Sulelmanie erbaute sich in bescheide 
ner Entfernung ein huebsches kleines Mausoleum an der Strassen- 
ecke, zwischen der aeusseren Umfassung der Djami und dem Cheikh- 
ul-Islam Kapussy, s. z. das Hauptquartier der Ianitscharen. 
Bekanntlich gehoerte der grosse Kuenstler zum Generalstabe jener 
gefuerchteten Miliz, welche, nachdem sie die militaerische Macht der 
Tuerkei bis zum Glanzpunkte gehoben, spaeter durch ihre bestaen- 
digen Revolten und blutige Tyrannei, die sie sowohl gegen die Herr- 
cher selbst als gegen deren Voelker ausuebten, ihre gaenzliche Ver 
nichtung zum Heil des Reiches unermesslich machte. Meister Sinan
	        
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