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Full text : Die ottomanische Baukunst

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l/ARCHITECTURE  OTTOMANE.  -  TURBE  DE  SULTAN  SULEIMAN.

lugubre.  Tout  y  est  noble,  severe;  mais  sans  tristesse.  (Test  lä  le
earactere  particulier  des  sepultures  ottomanes.
D’autres  sepultures  islamiques,  celles  des  persans,  par  exemple,  affectent
  plutöt  Texagöration  du  principe  religieux  en  vertu  duquel  la
mort  du  croyant  ne  peut  donner  Heu  qu’ä  des  actions  de  gräces.  Dans
ces  derniäres,  1’ornementation  a  quelque  chose  de  joyeux  dont  les  maitres
ottomans  se  sont  tenus  ä  une  distance  qui  donne  la  juste  mesure,  entre
les  regrets  et  les  pleurs  si  naturels  ä  ceux  qui  restent,  aux  veuves,
aux  orphelins,  aux  amis  dölaissös,  et  le  sentiment  qui  pönetre  sans
doute  Tarne  du  juste,  dölivröe  d’une  vie  d’6preuves.
On  ne  peut  rien  imaginer  de  plus  riche  que  la  coupole  intörieure,  peinte
sur  enduit  en  grands  rinceaux  de  feuillages,  oü  s’öpanouissent  des  centaines
  de  fleurs  dont  les  coeurs  sont  formös  de  morceaux  de  cristal
de  röche  taillö  en  rose  et  d’ömeraudes  taillees  en  cabochon,  chacun
d’un  diametre  de  huit  centimetres,  tout  au  moins.
Huit  arcades  ogivales,  soutenues  par  autant  de  colonnes  d’ordre
cristallise,  alternativement  de  marbre  blanc  et  de  porphyre  avec  chapiteaux
  en  marbre  blanc,  supportent  la  coupole  intörieure.  Derriere
ces  huit  arcades,  ä  une  distance  d’un  metre  et  demi  environ,  repondant
  ä  celle  qui  regne  entre  les  deux  coupoles,  les  parois  du  monument
  qui  servent  de  base  au  döme  sont  entierement  revetues  de  panneaux
  d’ornements  en  tuiles  ömaillöes,  ä  fleurs  bleu-turquoise  sur
fond  blanc.  Au  dessus  de  ce  revetement,  pour  le  separer  de  la  coupole
intörieure,  rögnent  de  larges  frises  ornöes  de  versets  du  Koran  en
lettres  arabes  blanches  sur  fond  bleu  de  roi.  Le  soubassement  est
6galement  recouvert  de  tuiles  ömaillees  &  fond  blanc,  sur  lequel  courent
  des  vermicelles  de  couleur  de  sanguine.

Quoique  les  vitraux  des  fenetres  ne  soient  qu’en  verre  blanc,  Tarmature
  de  platre  taillee  en  biseau  qui  en  maintient  les  nombreuses
piöces  est  disposöe  comme  celle  que  Ton  emploie  toujours,  en  Turquie,
pour  les  vitraux  coloriös,  de  maniere  a  reprösenter  un  6tincelant  fouillis
de  fleurettes,  qui  se  transforme  sous  les  rayons  du  soleil  en  une  pluie
de  diamants.
Au  centre  du  turbö  sont  les  tombes  des  Sultans  Suleiman  le  Lögislateur,
  Suleiman  II  et  Ahmed  II,  entouröes  d’une  galerie  basse  en
noyer  döcoupe  ä  jour,  sculptö  et  incruste  de  nacre.  Pendant  les
nuits  de  fete,  on  illumine  autour  de  ces  tombes  Tintörieur  du  turbö,  au
moyen  de  plusieurs  cercles  superposes  en  Als  de  fer,  suspendus  ä  la
coupole,  et  sur  lesquels  des  lampes  ingenieusement  6tag<5es  forment
des  dessins  lumineux.  Entre  ces  lampes,  pendent  des  oeufs  d'ivoire
coloriö,  agr&nentös  de  houppes  de  soie  et  d'or.
Un  trös  beau  plan  en  relief  de  la  ville  sainte  et  de  la  mosquöe  de
la  Mekke  est  plac6  sur  une  estrade  qui  fait  face  aux  tombes  des  trois
souverains.
II  a  pratique  dans  la  muraille  un  escalier  de  pierre,  qui  conduit
  au  chemin  circulaire  large  d'environ  l ra  50°,  röserve  entre  les  deux
coupoles  du  turbö  pour  les  besoins  du  Service.

durchaus  kein  trauriger.  Alles  ist  darin  edel,  ernst  aber  keineswegs
zur  Trauer  stimmend.  Darin  liegt  eben  der  wahre  Character  der  ottomanischen
  Gruefte.
Andere  islamitische  Grabmale,  wie  zum  Beispiel  die  der  Perser,
zeigen  viel  eher  eine  Uebertriebenheit  des  religioesen  Princips,  kraft
welchem  der  Tod  des  Glaeubigen  nur  Dankgebete  zulaesst.  In  diesen
Letzteren  hat  die  Ornamentation  eine  gewisse  Froehlichkeit  an  sich,
von  der  sich  die  ottomanischen  Meister  in  gehoeriger  Entfernung  gehalten ­
  und  dadurch  den  richtigsten  Masstab  gegeben  haben  zwischen
den  bei  den  Hinterbliebenen,  wie:  Wittwen,  Waisen,  zurueckgelassenen
Freunden  so  natuerlichen  Thraenen  und  Klagen,  und  dem  Gefuehle,
das  die  Seele  eines  Gerechten  beim  Abschied  von  diesem  muehseligen
  Leben  erfuellt.
Man  kann  sich  nichts  Prachtvolleres  denken  als  das  Innere  der
Kuppel,  die,  auf  Kalk  mit  grossem  Laubwerk  bemalt,  hunderte  von
Blumen  entfaltet,  deren  Kelche  aus  rosenfoermig  geschnittenem  Bergkristall ­
  und  aus  ungeschliffenenen  Smaragwen  gebildet  sind,  von  denen
jeder  einen  Durchmesser  von  wenigstens  acht  Centimetres  hat.
Acht  in  Spitzboegen  zulaufende  Arcaden,  getragen  von  einer  gleichen ­
  Zahl  krystallisirter  Saeulpp,  dip  abwechselnd  von  weissem  Marmor
und  Porphyr  mit  Capitellern  von  weissem  Marmor,  stuetzen  die  innere ­
  Kuppel.
Hinter  diesen  acht  Arcaden  auf  einer  Entfernung  von  ungefaehr
1  1/2  Meter,  die  jener  zwischen  den  beiden  Kuppeln  gleichkoemmt,
sind  die  Waende  des  Denkmals,  die  dem  Dome  als  Basis  dienen,
gaenzlich  mit  von  emaillirten  Ziegeln  ornirten  Feldern  bekleidet,
deren  Malereien  aus  türkisblauen  Blumen  auf  weissem  Grund  bestehen. ­
  Als  Graenze  zwischen  der  Kuppel  und  dieser  Bekleidung  sind
oberhalb  der  Letzteren  breite  Friese  angebracht,  die  mit  auf  koenigsblauem
  Grunde  in  arabischen  Buchstaben  geschriebenen  Versen  aus
dem  Koran  geschmueckt  sind.  Die  Grundmauer  ist  gleichfalls  mit
emaillirten  Ziegeln  auf  weissem  Grunde  bedeckt,  auf  dem  sich  eine
blutrothe  wurmlinige  Zeichnung  ausbreitet.
Obwohl  die  Fensterscheiben  nur  von  weissem  Glase,  ist  die  schraegkantige
  Gypsarmatur,  welche  die  zahlreiche  Scheiben  zusammenhaelt,
doch  so  angebracht  wie  sie  gewoehnlich  in  der  Tuerkei  bei  colorirten
  Scheiben  angewandt  ist,  in  der  Weise  naemlich,  dass  sie  eine
funkelnde  Verschmelzung  von  Bluemchen  darstellt,  die  sich  unter
den  Sonnenstrahlen  in  einen  Diamantregen  verwandeln.
In  der  Mitte  der  Tuerbe  stehen  die  Grabmaeler  der  Sultane  Suleiman
  des  Gesetzgebers,  Suleiman  II  und  Ahmed  II,  umgeben  von
einer  aus  Nussbaumholz  geschnitzten  niederen  Gallerie,  die  mit  Perlmutter-Einlagen ­
  ausgestattet  ist.  Waehrend  der  Festnaechtte  wird
das  Innere  der  Tuerbe  um  diese  Graeber  herum  vermittelst  uebereinander
  angebrachter  Drahtreife  beleuchtet,  die  von  der  Mitte  der  Kuppel ­
  herunterhaengen  und,  kuenstlich  mit  uebereinander  geschichteten
Lampen  besetzt,  leuchtende  Figuren  bilden.  Zwischen  diesen  Lampen ­
  haengen  Eier  von  farbigem  Elfenbein  mit  goldenen  und  seidenen
Quasten  verziert.
Ein  sehr  schoener  Aufriss  der  heiligen  Stadt  und  der  Kaaba  steht
auf  einer  Estrade  gerade  gegenueber  den  Grabmaelern  der  drei  Souveraine. ­

In  der  Wand  ist  eine  Steintreppe  angebracht,  die  zu  dem  zwischen
den  beiden  Kuppeln  der  Tuerbe  gelegenen  undl"50c/ m  breiten  Rundweg ­
  fuehrt,  der  zur  Verrichtung  des  Dienstes  gehoert.
            
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