STUDIE AUS VOLOSCA □□□ODE
□ □!□ □ □ □ □ VON EMIL PIRCHAN
o □ □ □ □ □ □ APHORISTISCHE BEMERKUNG ZUR STUDIE AUS VOLOSCA □□□□□□□
Die praktischen Forderungen in einfachster Erfüllung,
ohne zwingende und beherrschende Gestaltung, ohne ein
allgemein leitendes Prinzip, ergeben eine Mannigfaltige
keit der Form des Ausdruckes, welche uns vor allem die
Werke, die aus dem Volke stammen, so reizend erscheinen
lassen. Dies primitive und meist rein sachliche Gestalten,
das keinen Blick für die Allgemeinheit sondern nur für
den Wesenszweck des einzelnen bedingt, gibt sehr viel
unbedingte, vollgegenwärtige Frische, welche uns Kultur'
menschen eine wundersam wohltuende Dissonanz zu
unserem, komplizierteren Geistesregungen folgenden
Schaffen verleiht... Wir können uns freuen der Dinge, die
durch das Volk werden, wie aller Regungen einer kindlichen
Seele, wir können uns bewundernd freuen ihrer Form,
ihrer Farbe, wie wir uns an einem Baum, einem Fels, einem
sonnigblauen Himmel ergötzen. Wir können diese Freude
verinnerlichen durch unsere Darstellung ... Aber wir müssen
uns hüten, jene ZufälligkeitS'Probleme, welche aus eigensten
Gründen entstanden, für unsere moderne Zeit, für unsere
moderneBaukunstjdienachBedingungenandererMaterialien
anderen F orderungen zu genügen hat, jemals zu werten. W^as
da lebendiger Organismus war, wird dort zur leeren Fratze.