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Full text : Die Prager Handels-Akademie von ihrer Gründung bis zur Gegenwart (1856-1873) : Gedenkschrift aus Anlass der Wiener Weltausstellung 1873

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Diesem  bedeutungsvollen  Acte  wohnten  bei:  Se.  Ex.
cellenz  der  Statthalter  Baron  Mecsery,  begleitet  von  dem
Hrn.  Statthaltereirath  Klingler;  der  Bürgermeister  Dr.
Wanka,  Se.  Hocbw.  Dr.  Jacob  Beer,  Generalgrossmeister
des  ritterlichen  Kreuzherrenordens,  welcher  den  kirchlichen
Weiheact  vollzog,  der  k.  k.  Hofrath  und  Polizeidirector  Frhr.
v.  Päumann,  der  damalige  Rector  magnificus,  Prof.  Dr.
Chlupp,  Prof.  Höfler  nebst  vielen  anderen  Notabilitäten.
Der  Präses  des  Handelsvorstandes  eröffnete  die  Feier
mit  einer  Rede,  worin  er  in  gedrängter  Weise  die  Entstehungsgeschichte ­
  der  Anstalt  schilderte.  Nach  Absingung  der
ersten  zwei  Strophen  der  von  dem  k.  k.  Schulrathe  Hrn.
Joseph  Wenzig  speciell  zu  der  Feier  gedichteten  und  von
Hrn.  Capellmeister  F.  Sk  raup  in  Musik  gesetzten  Cantate
sprach  der  Hr.  Generalgrossmeister  ein  Weihegebet.  Nach
der  dritten  Strophe  der  Cantate  entwickelte  Hr.  Director
Arenz  in  einem  umfassenden  Vortrage  vor  der  Versammlung ­
  die  Grundsätze,  die  ihn  beim  Entwürfe  des  Organisationsplans ­
  geleitet  hatten.  Wir  reproduciren  aus  der  Rede
folgende  für  den  Charakter  und  das  Wesen  unserer  Anstalt
besonders  bedeutungsvolle  Momente:
„Die  Handelslehranstalten  sind  ein  Erzeugniss  des  gegenwärtigen ­
  Jahrhunderts.  Die  einzige,  deren  Existenz  in  das
vorige  Jahrhundert  zurückgreift,  ist  die  von  Büsch,  dem
Vater  der  deutschen  Handelsschulen,  1768  gegründete  Handelsakademie
  in  Hamburg  gewesen.  Sie  ist  vom  Schauplatz
abgetreten,  Nichts  zurücklassend,  als  die  dankbare  Erinnerung ­
  an  ihren  edlen  Gründer  und  dessen  verdienstvolles
Wirken.  Die  heutigen  Handels-Lehranstalten  sind  fast
gleichzeitig  entstanden  und  alle  von  gleicher  Art  und  gleichem
Charakter.  Schiebe  bezeichnete  ihnen  den  Weg,  auf  welchem
sie  alle  glaubten  der  Thätigkeitsrichtung  des  Kaufmannes
genügend  Vorarbeiten  zu  können.  In  wie  weit  aber  diese
Anstalten  dem  mächtigen  Eindringen  der  materiellen  Interessen ­
  zu  entsprechen  geeignet  waren  und  geeignet  sind,  ist
eine  Frage,  deren  Beantwortung  nicht  unsere  Aufgabe  sein
kann;  denn  unsere  Anstalt  ist  es,  deren  Wesen  wir  ans  Licht
treten  lassen  wollen
            
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