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Full text : Die Prager Handels-Akademie von ihrer Gründung bis zur Gegenwart (1856-1873) : Gedenkschrift aus Anlass der Wiener Weltausstellung 1873

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„Das  sind  im  Allgemeinen  die  Grundsätze,  welche  mich
bei  der  Ausarbeitung  des  Organisationsplanes  dieser  Lehranstalt ­
  geleitet  haben,  die  schon  in  der  Stunde,  wo  sie
sich  zuerst  ihrer  Lebensberechtigung  erfreut,  eine  so  grosse
Anzahl  von  Schülern  zählt,  wie  keine  der  heutigen  und  früheren ­
  Handelslehranstalten  in  allen  ihren  Cursen  jemals
umfasst  hat.“
Hierauf  ergriff  Se.  Excellenz  der  Herr  Statthalter  das
Wort.  Er  sprach  seine  Freude  über  das  Inslebentreten  der
neuen  Anstalt  aus,  wandte  sich  dann  an  die  Professoren,
hob  die  Vorzüge,  so  wie  die  Schwierigkeit  des  Lehrerberufs
hervor  und  richtete  hierauf  freundlich  ermunternde  Worte
an  die  Zöglinge  der  Anstalt.  Zum  Schlüsse  drückte  er  allen
Herren,  die  durch  ihr  eifriges  Bemühen  die  Lehranstalt  in’s
Leben  gerufen,  die  vollste  Anerkennung  aus.
Der  Bürgermeister  Dr.  v.  Wanka  betonte  in  seiner
Ansprache  an  die  Versammlung,  dass  Prag  sich  mit  Recht
rühmen  dürfe,  die  erste  derartige  Anstalt  im  weiten  Oesterreich ­
  zu  besitzen.  Nachdem  er  der  Gründer  des  Instituts  im
Namen  der  städtischen  Vertretung  gedacht,  brachte  er  Sr.
Majestät  dem  Kaiser  und  dem  ganzen  erhabenen  Herrscherhause ­
  ein  Lebehoch  aus,  in  welches  die  Versammlung  enthusiastisch ­
  einstimmte.  Die  letzte  Strophe  der  Cantate
machte  den  Abschluss  der  schönen  Feier.
Nach  der  Cantate  überreichte  der  Präsident  der  Prager
Handels-  und  Gewerbekammer,  Hr.  J.  B.  Edler  v.  Riedl.
Hrn.  Eduard  Pleschner,  dem  Vollender  der  Werks,  eine  mit
mehreren  Hundert  Unterschriften  des  Prager  Bürger-  und
Handelsstandes  bedeckte  Dankadresse.  Dann  überreichte
Hr.  J.  Dotzauer  Hrn.  Pleschner  dessen  lithographirtes  Bild,
damit  dasselbe  in  dem  Sitzungssaale  des  Handelsvorstandes
seine  würdige  Stelle  finden  möge.  Nachdem  der  Herr  Statthalter ­
  und  die  übrigen  Notabilitäten  ihre  Namen  in  das  Gedenkbuch ­
  der  Anstalt  eingetragen,  besichtigten  sie,  ehe  sie
sich  entfernten,  noch  die  verschiedenen  Localitäten  und  die
Sammlungen.
Somit  war  also  die  neue  Anstalt  eröffnet.  Gleich  am
folgenden  Tage  begann  sie  ihre  Thätigkeit,  um  dieselbe,  ohne
            
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