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einer Frequenz, welche die Erwartungen ihrer Gründer weit
übertrifft und den verlässlichsten Massstab ihrer Leistungen
bildet.
„Hunderte von jungen Männern, welche die Anstalt
nach Beendigung des Trienniums auf das Gebiet der Praxis
entlassen hat, arbeiten bereits in den Comptoiren verschie
dener Handels- und Industrieunternehmungen des In- und
Auslandes und verwerthen daselbst die Kenntnisse, mit denen
die Handelsakademie von Prag sie ausgestattet hatte.
„Dass unsere Anstalt eine so segensreiche Thätigkeit
entfaltet, dazu haben Sie, verehrter Herr Director, redlich
beigetragen.
„Sie haben den Plan verfasst, nach welchem bei Er-
theilung des Unterrichtes an unserer Anstalt vorgegangen
wurde; Sie stehen der Anstalt seit dem ersten Jahre ihres
Bestehens als Leiter vor und haben in dieser Eigenschaft
gemeinschaftlich mit dem verehrten P rofessore n-Col
legium die Erfolge erzielt, deren die Handelsakademie von
Prag sich rühmen kann.
„Indem wir Ihnen hierfür unsere dankbare Anerkennung
ausdrücken, sprechen wir zugleich aus Anlass des Jahres
wechsels den aufrichtigen Wunsch aus: „Sie mögen noch
durch eine lange Reihe von Jahren einem Institute erhalten
bleiben, an dessen Aufschwünge Sie eifrig und unverdrossen
gearbeitet haben.“
Prag, am 1. Januar 1871. Folgen die Unterschriften.
Auch zwei Stiftungen sind in diesem Jahre zu ver
zeichnen. Die eine von dem Hrn. k. Rath und Fabrikbesitzer
Hr. Fried. K u b i n s k y im Betrage von fl. 600 mit dem Zwecke,
von den Zinsen dieses Capitals zwei Schülern der Anstalt,
einem Christen und einem Israeliten, die Anschaffung der
nöthigen Lehrmittel zu erleichtern.
Die andere von Hrn. Philipp Re ach angelegte Stiftung,
genannt „Hieronymus Albert-Stiftun g,“ um, wie der
Stiftungsbrief besagt, „die Verdienste, welche sich unser
dermaliger Präses, Herr Hieronymus Albert, um das Handels
gremium der kgl. Hauptstadt Prag und deren Institute er-