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Full text: Wiener Kunst-Stickereien

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Abb. 2. Randstreifen von Adolf Böhm. 
liegt. In der Abbildung, die den Glanz und das innere Leben der 
Stoffe nicht wiedergeben kann, kommt dieser Reiz begreiflicher 
Weise weniger zum Ausdruck. 
7 a. Randstreifen, entworfen von Robert Hollubetz (Schule: Prof. 
Kolo MOSER). 
Am besten in einfachem Flachstich auszuführen, nur die 
feinen, grünen Linien in dünnen Schnüren oder in Stielstich. 
7 b. Randstreifen, entworfen von Frl. Antoinette Krasnik (Schule: 
Prof. Kolo MOSER). 
In Kreuzstich auszuführen auf ganz dunklem oder schwarzem 
Grunde. Letzterer aus Leinen oder dem weiten, etwas starren Woll- 
gewebe, wie es im Südosten Europas für bäuerliche Arbeiten üblich 
ist (gröberem, sogenanntem Congressstoff). 
8. Kissen und Randstreifen, entworfen von Frl. Elsa Unger 
(Schule: Prof. Josef IIOFFMANN). 
Am besten grüner Seidenstoff auf Weiss aufgenäht, das Blaue 
in Flachstich, beziehungsweise in Stiel- und Knötchenstich für die 
feineren Linien und getupften Kreise. Das Grün muss malachitartig 
sein, das Blau dem Lasurstein (Lapis lazuli) nahe verwandt. (Vgl. 
Blatt II.) 
10. Kaminschirm, Landschaft mit Marabu's, entworfen von 
Gottlieb Theodor v. Kempf, Wien. 
In Stoffmosaik auszuführen, zum Theile aus wechselfarbigem 
(changirendem) Seidenstoffe, allenfalls auch mit etwas Bemalung 
zur (Nachhilfe. Bei Himmel, Sonne und Wasserspiegelung kann die 
Unterlage ausgeschnitten werden, so dass der Stoff vor flammendem 
Feuer durchscheinend wirkt. 
11. Theil eines Wandbehanges, Apfelzweig — Sommer — 
entworfen von Gottlieb Theodor v. Kempf, Wien. 
Die Gesammtansicht siehe Abbildung 1 auf Seite 2. (Die 
weiteren Einzelheiten folgen unter Nr. 12 und im nächsten Hefte.) 
Die einzelnen Theile können übrigens auch selbstständig für Kissen, 
für die Ecken einer grossen Decke, oder sonstwie verwendet 
werden. Als Grund ist im Ganzen gröbere Naturleinwand oder 
Seide gedacht; die Zweitheilung des Grundes innerhalb der Kreise 
erfolgt am besten durch Aufnäharbeit. Auch sonst kann diese ver 
wendet werden; doch wird die Ausführung besser in Flachstich 
erfolgen, da man bei ihm durch verschiedene Lagen der Fäden, 
ohne Wechsel in der Farbe, die Schattirungen am besten wieder 
geben kann. Die Zweige, Stiele und Narben der Früchte sind 
aus einer oder mehreren neben einander laufenden Schnüren zu 
bilden; man knotet sie an den ersichtlich gemachten Stellen ziem 
lich unregelmässig, so dass sich das knorpelige Aussehen von 
selbst ergibt. 
9a. Randstreifen, Kastanien, entworfen von Frl. Jutta Sicka 
(Schule: Prof. Kolo MOSER). 
In lichten Schnüren auf dunklem Grunde aufgenäht; die 
Schnüre werden in den Blüthen an den entsprechenden Stellen 
(durch kleine Kreise angegeben) geknotet. 
9b. Randstreifen, entworfen von Adolf Böhm, Klosterneuburg 
bei Wien. 
In aufgenähten Schnüren auszuführen; in die Flächen der 
Blüthe kann auch, wie auf Abbildung Seite 3 ersichtlich, Stoff 
eingenäht werden; es muss aber darauf gesehen werden, dass 
Füllung und Hauptlinien von einander getrennt bleiben. Die Füllung 
ist übrigens nicht überall nöthig; auf manchen Stoffen wird gerade 
die leere Fläche im Gegensatz zu den dichteren, geschwungenen 
Stielen sehr vortheilhaft wirken. 
12. Theil eines Wandbehanges, Weintrauben — Herbst — 
entworfen von Gottlieb Theodor v. Kempf, Wien. Vgl. 
Blatt 11. 
Die Blüthen und Früchte wieder am besten in Flachstich, die 
Stiele und Ranken aus Schnüren, wie zu Blatt 11 bemerkt. 
I. Kissen, entworfen von Prof. Alfred Roller, Wien. 
In fortlaufender, gelegter (Gold-)Borte (Bändchen) auf Seide. 
Ha. Kissen, entworfen von Prof. Alfred Roller, Wien. 
In Aufnäharbeit mit gelegter Schnur. 
Hb.Theile in Naturgrösse zu Blatt 8. 
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