die Ziegel trifft, fo zerfallen fie und die ganze Arbeit war ver=
gebens; ift der Froft nicht zu heftig, fo werden fie wenigftens
zerbrechlich. Darum kann man fie nicht im Winter ftreichen,
es fei denn, daß fie zugedeckt und wider den Froft gefchü^t
werden. In der Hiije trocknen fie ungleich, bekommen Rityen
und werfen fich, daher ftreicht man fie nicht in heißen Sommet=
tagen, oder bedeckt fie dann mit Stroh, daß fie nicht fo ge=
fchwind trocknen können; deshalb foll man fie auch nicht in die
Sonne legen. Weil fie in kalten Ländern von der Sonne, nach=
dem fie ausgetrocknet find, nicht genug gehärtet werden können,
fo muß man fie brennen und durch die Gewalt des Feuers
ausrichten, was die Sonnenftrahlen bei uns nicht vermögen. Sie
müffen aber vorher recht trodcen fein, fonft bekommen fie im
Ofen Ritten. Deshalb bat man Urfache, alles in acht zu nehmen,
was zur Zubereitung der Ziegel vorgefchrieben worden. W.Z.E. W.
Die 1. Anmerkung
50. Die übermäßige Feuchtigkeit der Erde wird durch den
dazu gemifcbten feinen Sand gemäßigt. □
Die 2. Anmerkung
51. Damit die Steine aus der Erde können geworfen werden,
fo kann man fie erft durch das Vieh, zuletzt aber, wenn die
grobe Arbeit verrichtet worden ift, durch Menfcben verrichten laffen.
Die 3. Anmerkung
52. Damit die Ziegelerde recht aufgelöft wurde, fo haben es
die Alten für gut befunden, wenn fie in einem bei der Ziegel»
fcheune dazu gemachten Kumme zwei Winter und einen Sommer
angefeuchtet aufbewabrt würde, ehe man fie zum Ziegelftreicben
gebrauchte. □
Schöne alte Gartenbank
U nmittelbar am Haufe, bis auf die paar Fuß Erde, die als
Rabatte für Mauerpflanzen gebraucht werden, ift ein breiter
Fußweg, trocken und glatt, und votlftändig eben von einem
Ende zum anderen. Dieter Fußweg ift zwei bis drei Fuß höher als
der Gartenboden, wie es in vielen Gärten, und faft immer mit guter
Wirkung, zu fehen ift, und wird, wenn der Bauftil des Kaufes es
verlangt, durch etwas haltendes Mauerwerk geftü^t, das von einer
Baluftrade von behauenen Steinen gekrönt wird. Breite, flache
Mauerftufen führen hinunter auf den Rafen, fowohl an beiden
Enden des Weges als auch in der Mitte der Hausfront; je breiter
und je flacher, um fo beffer. Und am Fuß des Mauerwerks darf
eine fcbmale Rabatte für Kletterpflanzen entlang laufen, die hier
und dort über die Bruftwebr der Baluftrade berüberklettern.
Ich bin nicht dafür, wo es Steinbaluftraden oder andere befon»
dere Arcbitekturfcbönbeiten gibt, fie mit Kletterpflanzen verdecken
zu laffen, aber ein paar, fagen wir eine Pyrus japonica oder
eine Escallonia, und vielleicht ein weißer Jasmin, und an einer
größeren Fläche vielleicht eine Weinrebe oder peterfilienblätte'
rige Rebe, follten angepflanzt werden. Am fchönften ficht
es immer aus, wenn der Bufch, am rechten Pla^e, gerade aus
dem Rafen herauswächft; die Rabatte ift nur anfangs nötig. □
Die breite Rafenfläcbe, die ich mir denke, erftreckt fich ein
gutes Stück vom Haufe fort und ift im Süden und Weften
von fchönen Bäumen eingefaßt; dahinter ift alles wilder Wald.
An Sommernachmittagen liegt die größere Hälfte des Rafens
im Schatten, und im Winter fchimmern die Abendröten durch
die Baumftämme. Gegen Südoften würde der Wald in Strauch»
Pflanzungen übergehen, und noch weiter hin, in Garten und
wilden Obftgarten, auf den ich gleich noch einmal zurückkommen
werde. An diefes Ende des Rafens käme das farbenbunte
Teppichbeet, das von dem befchatteten Rafen und auch von der
Terraffe aus gefehen werden könnte. Jenfeits des Teppichbeetes
wäre eine deutliche Abgrenzung von dem ferneren Garten, ent»
weder durch Taxus» oder Buchsbaumhecken mit eingefchnittenen
Sitjen; oder falls der Boden anfteigt, durch eine zweite Terraffen»
mauer. Den nächften freien Raum dahinter würde ich als den
Hauptgarten für winterharte Pflanzen anlegen, am Eidlichen
Ende in den wilden Obftgarten übergebend. An diefer Über»
gangsftelle würde ich dann den freien Garten oder den Vorrats»
garten anlegen oder irgend eine der vielen Weifen verfuchen,
in denen winterbarte Blumen verwendet werden können; und