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Full text : Hohe Warte - Illustrierte Halbmonatsschrift zur Pflege der künstlerischen Bildung und der städtischen Kultur, 3. Jahrgang 1906/07

Von  dem  gepflafterten  Gange,  der  ficb  nur  nach  der  Hoffeite,  von
der  weitausladenden  Dadbtraufe  befdnitjt,  unmittelbar  an  der  Langfeite
des  Hanfes  binziebt,  tritt  man  über  die  durchlaufende  Holzfcbwelle  oder
eine  von  Wangenmauern  eingefaßte  niedrige  Freitreppe  in  die  Haustür,
d.  b.  die  erfte  der  drei  oder  vier  Türen  der  Langfeite,  von  der  DorL
ftraße  aus  gezählt.  D
Durch  diefe  Tür  tritt  man  in  den  Hausflur,  »Haus«  oder  »Hauferen«
auch  in  Scblefien  genannt.  Bei  älteren  Häufern  gebt  er  durch  die  ganze
Tiefe  des  Haufes;  von  hier  aus  führt  eine  Tür  ins  Freie,  den  Baum«
garten.  Eingeengt  wird  der  Flur  durch  die  fteile  Treppe  zum  Boden
des  Obergefcboffes  oder  des  Dachgefcboffes  und  durch  die  Fallklappe
oder  »Let«  zur  Kellertreppe,  weiter  durch  ein  Vorgelege,  von  dem
aus  Stubenofen  und  Backofen  gebeizt  werden  kann,  fowie  durch  den
an  die  Stubentür  geftellten,  für  Wäfcbe  und  Viehzucht  unentbebr*
lieben  Herd.  D

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