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Full text : Hohe Warte - Illustrierte Halbmonatsschrift zur Pflege der künstlerischen Bildung und der städtischen Kultur, 1. Jahrgang 1904/05

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Sumpfblüten  treibt.  Was  fragen  diese  Bau^  und  Häuser^
Spekulanten  viel  nach  architektonischer  Schönheit  und  Eigenart. ­
  Rentabilität  und  Gewinnchancen  sind  hier  die  einzigen
Zielpunkte.  Auf  dem  teuer  bezahlten  Grundstück  will  man
vor  allem  ein  Haus  haben,  das  möglichst  vorteilhaft  in
möglichst  zahlreiche  Mietwohnungen  abgeteilt  ist.  Solche
Häuser  werden  fast  nie  von  denjenigen  bewohnt,  die  sie  erbauen ­
  ließen;  der  Hauseigentümer  bleibt  der  großen  Menge
der  Vorübergehenden  unbekannt,  und  ihre  Ausrufe  des  Unwillens ­
  darüber,  daß  er  einen  öffentlichen  Weg  verunziert
habe,  erreichen  ihn  nicht.
Darum  ist  aber  für  die  Zukunft  doch  noch  nicht  alles  verloren, ­
  und  wir  dürfen  zuversichtlich  hoffen,  daß  auch  unsere

Baukunst  sich  wieder  erheben  und  uns  aus  dem  Banne  des
Häßlichen  und  Banalen  befreien  wird.
Ein  Hauptzweck  dieser  Arbeit  ist,  einmal  auf  die  echte  und
wahre  Schweiz  und  der  vom  Fremdenverkehr  und  Industrie
noch  wenig  berührten  Landschaften  hinzuweisen.  Ein  „Augen
auf“!  schien  uns  da  gerechtfertigt,  damit  in  der  Zeit  der
Fabriken,  Hotels  und  Kursäle  jene  stillen  Gelände,  in  denen
die  Wurzeln  der  heimischen  Eigenart  ruhen,  nicht  ganz  in
Vergessenheit  geraten.  Diese  alte  und  echte  Schweiz  ist
der  Jungbrunnen,  in  dem  auch  unsere  Baukunst  neue  Kraft
und  Gestalt  gewinnen  kann.
In  den  Nachbarländern  hat  der  nationale  Geist  auf  künstlerischem ­
  Gebiete  in  den  letzten  Jahrzehnten  einen  gewaltigen
            
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