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Umschwung genommen, überall ist von „Heimatkunst die
Rede, und namentlich die Baukunst sucht mit Eifer die ur
wüchsigen, bodenständigen Formen neu zu beleben. Der
Kosmopolitismus, der aus dem unendlich erleichterten und
gesteigerten Verkehr zwischen den Völkern hervor gegangen ist,
hat anderseits als natürliche Gegenströmung eine starke Regung
des nationalen Gefühles bewirkt, und wir sehen die meisten
unserer Nachbarn gegen den kosmopolitisch-banalen Stil an
kämpfen, um der heimisch nationalen Bauart Bahn zu brechen.
Diese nationale Bewegung im Bauwesen tritt besonders kräftig
in Deutschland, England, Holland und Belgien zutage, wahrend
die romanischen Völker mehr oder weniger ihren klassischen
Traditionen treu geblieben sind. In der Schweiz, wo sich die
Strömungen aus Nord und Süd begegnen und vermischen,
ist man nur zu leicht geneigt, je nach Rassengefühl und Landes
teil, diesen oder jenen ausländischen Einflüssen nachzugeben,
anstatt sich zuversichtlich auf den eigenen Boden und die
eigene Vergangenheit zu stellen und aus dieser die Anregungen
und Vorbilder für die Zukunft zu gewinnen.
Die Häuser einfachster Art sind immer gemäß den Bedürf
nissen ihrer Bewohner erbaut, ohne Künsteleien des Stils
und der Dekoration, aber mit der aufrichtig bekundeten Ab
sicht, ein nützliches, bequemes und gesundes Haus herzustellen.
Diese Bauernhäuser zu Berg und Tal, diese alten Bürger
häuser der Städte, sind für den Baukünstler manchmal, wenn
auch nicht Vorbilder zur Nachahmung, so doch ungemein
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