Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Hohe Warte - Illustrierte Halbmonatsschrift zur Pflege der künstlerischen Bildung und der städtischen Kultur, 1. Jahrgang 1904/05

EIN  JAHRHUNDERT  ÖSTERREICHISCHER  MALEREI
1800—1900.
ER  KUNSTVERLAG  H.  O.  MIETHKE,  WIEN,  versendet  folgenden
PROSPEKT:  Die  Staatsgalerien  Deutschlands  und  Frankreichs
lassen  sich  seit  Jahrzehnten  die  Pflege  der  Kunst  des  Landes  angelegen
sein,  vereinigen  vorwiegend  die  hervorragendsten  Werke  ihrer  Meister
und  geben  somit  ein  mehr  oder  weniger  vollständiges  und  treffliches
Bild  der  heimatlichen  Kunstentwicklung.  Österreich  aber  hat  erst  in
allerjüngster  Zeit  in  der  sogenannten  „Modernen  Galerie“  ein  Institut
erhalten,  welches  dieselben  Ziele  verfolgt,  aber  es  wird  noch  vieler
Jahre  mühevoller,  zielbewußter  Arbeit  bedürfen,  um  Versäumtes
nachzuholen.  Nirgends  finden  wir  heute  noch  ein  geschlossenes  Bild
der  Entwicklung  österreichischer  Kunst.  Die  besten  Werke  unserer
Meister  sind  im  Privatbesitz  verborgen.  Die  retrospektive  Abteilung
der  österreichischen  Kunst  des  XIX.  Jahrhunderts  auf  der  internationalen ­
  Ausstellung  zu  Dresden  1904,  welche  dem  Auslande  eine
Überraschung,  unserer  Heimat  einen  großen  Erfolg  brachte,  gab  die
Anregung  zu  retrospektiven  Ausstellungen  in  der  Galerie  Miethke
und  veranlaßte  in  der  Folge  den  Verlag  H.  O.  Miethke,  ein  Sammelwerk ­
  der  österreichischen  Kunst  herauszugeben.  Dies  Werk  soll  einen
Überblick  über  die  Meister  Österreichs  geben,  deren  beste  Werke  in
künstlerisch  vollendeten  Heliogravüren  reproduziert  werden.  Das
außerordentlich  freundliche  Entgegenkommen  der  Besitzer  der  wertvollsten ­
  Kunstschätze  läßt  das  volle  Gelingen  unserer  Intentionen
gesichert  erscheinen.
Das  Heliogravürenwerk  „EIN  JAHRHUNDERT  ÖSTERREICHISCHER
MALEREI  1800—1900“  wird  vorerst  in  einer  Prachtausgabe  hergestellt.
In  zwangloser  Folge  erscheinen  Hefte  zu  6  Blättern  und  wird  jedem
Meister  ein  volles  Heft  gewidmet.  In  Vorbereitung  sind  die  Wiener
Meister:  Rudolf  v.  Alt,  Amerling,  Canon,  Daffinger,  Danhauser,  Eybl,
Fendi,  Füger,  Führich,  Hörmann,  Jettei,  Klimt,  Makart,  Karl  Leopold
Müller,  Pettenkofen,  Romako,  Ribarz,  Rumpler,  Albert  Schindler,  Karl
Schindler,  Emil  J.  Schindler,  Johann  Schindler,  Schnorr  v.  Carolsfeld,
Schwaiger,  Schwind,  Straßgschwandtner,  Treml,  Waldmüller.  Diese
Ausgabe  erscheint  in  streng  limitierter  Auflage  von  100  numerierten
und  einigen  Präsentationsexemplaren.  Für  je  10  Hefte  ist  eine  Einbanddecke ­
  in  Vorbereitung,  welche  durch  den  Verlag  zu  beziehen
sein  wird.  Der  Subskriptionspreis  für  ein  Heft  bei  Bestellung  des
ganzen  Werkes  beträgt  25  Kronen.  Dieser  erlischt  mit  31.  Dezember  1905
und  es  wird  die  entsprechende  Erhöhung  des  Ladenpreises  Vorbehalten.
Den  P.  T.  Subskribenten  wird  die  der  Reihenfolge  der  Anmeldungen
entsprechende  zugewiesene  Exemplarnummer  nach  Einlangen  der
Bestellung  mitgeteilt.  Subskriptionen  werden  in  der  Galerie  Miethke,
Wien,  I.  Dorotheergasse  11,  entgegengenommen.

PREISAUSSCHREIBEN  FÜR  KÜNSTLERISCHE
REKLAME.
D as  Mährische  Gewerbemuseum  in  Brünn  erläßt  hiemit  ein  PREISAUSSCHREIBEN ­
  FÜR  KÜNSTLERISCHE  REKLAME.  Alles  was
in  künstlerischer  Weise  dem  Zwecke  dient,  die  öffentliche  Aufmerksamkeit ­
  auf  irgend  einen  Gegenstand  zu  lenken,  ist  hiebei  zugelassen.
Insbesondere  aber  wird  an  in  Schrift  oder  Bildern  GEMALTE,  in
EISEN  geschmiedete  in  KUPFER  getriebene,  in  HOLZ  geschnitzte
oder  wie  immer  geartete  Aushängschilder,  an  gedruckte  oder  mit
BILDERN  geschmückte  Ankündigungs-  und  Anschlagzettel  gedacht.
Es  ist  daher  ganz  gleichgültig,  in  welchem  Stoffe  dieses  Reklamemittel
ausgeführt  ist.  Die  einzige  Bedingung  besteht  nur  darin,  daß  es  in
künstlerischer  und  technischer  Hinsicht  seinem  Zwecke  vollkommen
entspricht.  Diesem  Zwecke  entsprechen  daher  bei  allen  durch  den
Farbendruck  zu  vervielfältigenden  Arbeiten  auch  solche  ENTWÜRFE,
welche  in  Naturgröße  ausgeführt  sind,  während  alle  auf  der  Handfertigkeit ­
  beruhenden  Arbeiten  in  ausgeführtem,  VOLLKOMMEN
GEBRAUCHSFÄHIGEM  ZUSTANDE  einzureichen  sind.  Der  Wettbewerb ­
  ist  auf  in  Mähren  geborene  oder  daselbst  lebende  Künstler,
Kunstindustrielle  und  Kunstgewerbetreibende  beschränkt,  und  müssen
die  Namen  sowohl  des  Entwerfenden  wie  des  Ausführenden  bekanntgegeben
  werden.  Voraussetzung  ist  hiebei,  daß  es  sich  nur  um  eigens
zu  diesem  Zwecke  angefertigte,  noch  nirgends  veröffentlichte  Arbeiten
handelt.

Sämtliche  für  diesen  Wettbewerb  bestimmte  Gegenstände  sind
anonym,  aber  mit  einem  Kennzeichen  versehen  BIS  15.  OKTOBER  L.  J.
an  die  Direktion  des  Mährischen  Gewerbemuseums  in  Brünn,  Elisabethstraße ­
  14,  einzusenden.
Bis  zu  diesem  Tage  sind  in  einem  eigens  eingesendeten  verschlossenen
Briefumschläge,  welcher  dasselbe  Kennwort  wie  die  Preisarbeit  trägt,
der  Name  des  Preisbewerbers  und  seine  genaue  Adresse  zu  übermitteln. ­

Dieser  Briefumschlag  wird  von  dem  Preisgerichte  erst  nach  vollzogener ­
  Wahl  geöffnet,  um  die  Arbeiten  ihren  Absendern  kostenfrei
zurückstellen  zu  können,
Das  Mährische  Gewerbemuseum  behält  sich  vor,  sämtliche  oder  auch
nur  einen  Teil  der  Arbeiten  öffentlich  auszustellen,  und  setzt  für  die
zur  Auszeichnung  gelangenden  Arbeiten  10  Preise  im  Gesamtbeträge
von  höchstens  1000  Kronen  aus.
Die  Höhe  der  einzelnen  Preise  bestimmt  das  Preisgericht,  wobei  es
ihm  freigelassen  bleibt,  falls  keine  der  eingelaufenen  Arbeiten  geeignet
wäre,  von  der  Auszahlung  jenes  Betrages  ganz  oder  teilweise  abzusehen. ­

Die  preisgekrönten  Arbeiten  bleiben  ebenso  wie  alle  übrigen  Eigentum ­
  des  Bewerbers,  doch  behält  sich  das  Mährische  Gewerbemuseum
das  kostenfreie  Veröffentlichungsrecht  der  preisgekrönten  Arbeiten
für  seine  Zeitschrift  bis  zum  30.  Juni  1905  vor.

Im  Unterzeichneten  Verlag  erscheint  in  einer  nur  EINMAL
aufgelegten  Anzahl  von  300  eigenhändig  NUMERIERTEN
Exemplaren  ein  sorgfältig  ausgestattetes  Buch  von
JOSEPH  AUG.  LUX
DREI  PUPPENSPIELE
und  zwar:
ES  WAR  EINMAL  EINE  PRINZESSIN..
JEAN  BRIOCHÉ,  DER  PUPPENSPIELER
□  TOD  DES  PIERROT  □
Der  Preis  des  mit  Zeichnungen  versehenen  Buches  ist
□  6  KRONEN  □
Mit  Rücksicht  auf  die  sehr  beschränkte
und  nicht  wiederholte  Auflage  empfiehlt
es  sich,  die  Bestellungen,  die  nach  der
Nummer  ihres  Einlaufes  bis  zur  Neige
des  kleinen  Vorrates  erledigt  werden,  ungesäumt ­
  an  den  Verlag  gelangen  zu  lassen
VERLAG  „HOHE  WARTE"
WIEN,  I.  WALLFISCHGASSE  4

NACHDRUCKVERBOT  für  sämtliche  in  den  Heften  der  „Hohen  Warte“
erscheinenden  Artikel  und  Illustrationen.
Alle  Zuschriften  und  Sendungen  Wien  I.  Wallfischgasse  No.  4.  Telephon  5461.
Verlag  „Hohe  Warte“  (Lux  &  Lässig).  Für  die  Redaktion  Joseph  Aug.  Lux.
Druck  von  Christoph  Reisser’s  Söhne,  Wien  V.
Papier  von  der  Neusiedler  Aktiengesellschaft  für  Papierfabrikation,  Wien.

288
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.