HERREN KLEIDE RS CH RANK,
AMERIKANISCH.
OFFENER SCHRANK. GESCHLOSSENER SCHRANK.
Amerikanischer Herrenkleiderschrank (Auto Valet) mit automatischem
Kleiderträger, eigenen Fächern für Schuhe, Hüte, Manschettenbehälter (an
der inneren Türseite), Laden für Unterwäsche, Westen, Hemden, Kragen,
Handschuhe, Knöpfe, Toilettegegenstände, Zylinderbox, Spiegel, etc. etc.
Automatischer Kleider^
träger im obigen Herrenschrank.
Vernickelte Stahlrahmen,
die sich in
Angeln bewegen. Beim
Öffnen des Schrankes
gleitet der Kleiderträger
selbsttätig heraus.
Was die innere Einteilung der KLEIDER- und WÄSCHESCHRÄNKE
betrifft, so kann jeder Kammerdiener ein übereinstimmendes
Zeugnis abgeben. Es ist sehr zu verwundern,
daß man fast nirgends ein Tischlererzeugnis dieser Art antrifft,
darin eine zweckmäßige Einteilung vorgesehen wäre. Ein
Raum, die eine Hälfte zum Hängen mit Kleiderhaken, die
andere zum Legen mit Querbrettern, das ist die allgemeine
primitive Einrichtung unserer Schränke. Sie ist natürlich
ganz ungenügend. Ein zweckmäßiger Herrenkleiderschrank
muß ein Fach zum Hängen der Röcke und ein noch höheres
Fach zum Hängen der ganz langen Kleidungsstücke vorsehen,
ferner Laden zum Legen der Westen und Hosen, unterhalb,
einige Fächer für die Hüte oberhalb des Rockfaches, für den
Wäscheschrank müssen eigene Fächer für die Kragen, für
die Manschetten, für Krawatten, für die Hemden und für die
sonstige Leibwäsche, alles in praktischer, übersichtlicher und
handgerechter Anordnung besitzen. Vergleiche auch den
amerikanischen Kleiderschrank, der mustergültig ist.
Bei Serviceschränken und den sogenannten Buffets ist gleichfalls
zu fragen, was das Leben nötig hat, um den Raum
rationell auszunützen und Übersicht, Handlichkeit und
Ordnung in den Besitzstand zu bringen. Welche Art von
Servicen und für welche Personenanzahl sie unterzubringen
sind, muß genau vorherbestimmt sein, um eine Anordnung
zu treffen, die es ermöglicht, alles gesondert in Fächern zu
halten, die leicht den Händen erreichbar sind, die vollständige
Speise-, Tee-, Kaffeeservice etc., die Tischbestecke, die Tischwäsche,
die Tischvasen und die sonstigen Tafelgegenstände
aus Glas, Porzellan und Silber, wobei aber nicht zu vergessen
ist, daß ein möglichst großer Plattenraum zum Anrichten
vorgesehen werden muß.
Soweit das kleine Einmaleins der Möbelformen.
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