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Full text: Hohe Warte - Illustrierte Halbmonatsschrift zur Pflege der künstlerischen Bildung und der städtischen Kultur, 2. Jahrgang 1905/06

63. Zwei Königskinder. 
Mäßig langsam. 
1819. 
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2. Ach Schätz - eben könn-test du 
3. Da kam ein schur-ki - ger 
4. Als der jun - ge Herr zu 
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5.,Ach Mutter, herzlichste Mutter, 
Wie tut mir mein Haupt so weh! 
Laß mich ein wenig spazieren 
Wohl <in den tiefen See!‘ 
6. „Ach Tochter, allerliebste Tochter, 
Du sollst alleine nicht gehn; 
Du hast noch eine frische jung Schwester, 
Und die soll mit dir gehn. 
7. , Ach Mutter, herzliebste Mutter, 
Mein Schwester ist noch so klein, 
Sie möcht mir die Rosen abbrechen, 
Die an dem Seee sein/ 
8. Die Mutter ging nach der Kirche, 
Die Tochter hielt ihren Gang, 
Sie ging so lang herum wandern, 
Bis sie den Fischmann fand. 
9. ,Ach junger,herzliebster Fischer, 
Könnt verdienen ein großen Lohn: 
Werft ihr das Netzchen ins Wasser 
Und fischt den Königssohn/ 
10. Er warf sein Netz ins Wasser, 
Es fiel so tief zu Grund. 
Der erste Fisch,den er tat fangen, 
Das war des Königs Sohn. 
11. Sie nahm ihn in ihre Arme 
Und küßte seinen roten Mund: 
, Ach Mündlein,könntest du sprechen, 
So wäre mein Herz gesund.' 
12. Sie nahm ihn in ihre Arme 
Und drückt ihn an ihren Mund : 
,Bei dir ist’s so wohl und so wehe!' 
Und sank mit ihm in den Grund.
	        
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