auf weissem Grunde. Die Imitationen sind französischen
(Barbedienne), englischen (Elkington) oderBerlinerürsprungs
(Ravend und Sussmann). Ein Theil der altchinesischen Emails
ist Eigenthum des Altgrafen Franz von Salm und dem Museum
zur Ausstellung freundliclist überlassen.
Grosser Wandkasten. V.
Die vier ersten Fächer sind von dem sog. „Schatz
■des deutschen Ordens“ eingenommen, Arbeiten der Goldschmiedekunst,
insbesondere des 16. Jahrh., welche sich
anfänglich im Privatbesitz der Hoch- und Deutschmeister
befanden und von diesen bei ihrem Tode dem Orden vermacht
wurden. Sie sind noch Eigenthum des Ordens und
von Sr. kais. Hoheit, Erzherzog Wilhelm, dem gegenwärtigen
Hoch- und Deutschmeister, dem Oesterr. Museum
zur zeitweiligen Ausstellung geliehen worden.
1. Fach. Waffen, vorzugsweise orientalischer (persischer
und indischer) Herkunft, getrieben, tauschirt, niellirt,
in besonders glücklicher Weise mit Edelsteinen verziert,
überhaupt durchaus mustergiltige Arbeiten der Goldschmiedekunst
ersten Ranges, meist aus dem 16. Jahrh.
stammend.
2. Fach. Verschiedene Silberarbeiten der Renaissancezeit
, unter ihnen ein grosser Pocal mit Reliefs aus
der Geschichte Kaiser Karl V., dessen Medaillon sich auf
dem Deckel befindet; Willkommbecher in Gestalt von
Hunden; ein desgl. in Gestalt eines Hirsches; mehrere
Gefässe in Krystall und Halbedelsteinen; zwei grosse Silberkannen
mit wilden Männern auf dem Deckel, vom
Ende des 15. Jahrh.
3. Fach. Oben eine Reihe Cocusnussbecher, 16.
Jahrh.; eine grosse Schale nebst Kanne, 17. Jahrh.; vier
Kelche vom 15.-—17. Jahrh. und einige andere Silberarbeiten.
4. Fach. Vorzugsweise eine Anzahl kleinerer Arbeiten
enthaltend, darunter Kreuze des deutschen Ordens,
eines vom 15. Jahrh.; Rosenkränze (sog. Zehenter); Ordens-