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MAK

Full text : Wegweiser durch das k. k. Oesterreichische Museum für Kunst und Industrie, Stubenring 5

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ringe  und  verschiedene  andere  Erinnerungen  aus  dem  Besitze ­
  früherer  Hoch-  und  Deutschmeister.  Ausserdem  ein
kolossales  Stück  genuesischer  Filigranarbeit.
5.  Fach.  Dieses  Fach  ist  der  kirchlichen  Kunst  gewidmet ­
  und  findet  seine  Ergänzung  durch  den  davor
stehenden  Silberkasten.  Es  enthält  eine  Reihe  von  Kelchen
und  Ciborien  nebst  zweien  Bischofsstäben,  einer  von  Elfenbein ­
  (dem  Stift  Göttweih  gehörig),  einer  von  Silber  (St.
Stephan  in  Wien  gehörig),  eine  Meisterarbeit  in  Silber  aus
dem  15.  Jahrh.  Einige  der  Kelche  gehören  zu  dem  Silberschatze ­
  des  Königs  von  Hannover.
6.  —8.  Fach.  In  drei  vorspringenden  grossen  Fächern ­
  folgen  die  Reliquiarien  und  Silbergefässe  aus  dem
Besitze  des  Königs  von  Hannover;  Reliquiarien  in  Gestalt
von  Armen  und  Händen  (die  entsprechenden  Gebeine  enthaltend), ­
  Ostensorien  u.  s.  w.  Sodann  verschiedene  Kreuze,
unter  denen  insbesondere  einige  byzantinische  aus  dem
11.  und  12.  Jahrhundert  hervorzuheben  sind,  welche  von
Heinrich  dem  Löwen  bei  seinem  Kreuzzuge  erworben
wurden.  Sie  sind  von  Gold  mit  Zellenschmelz,  der  leider
nicht  mehr  überall  erhalten  ist.  Bemerkenswerth  sind  ferner
eine  Anzahl  tragbarer  Altäre,  zum  Theil  aus  den  früheren
Zeiten  des  Mittelalters  mit  getriebener  Arbeit,  sowie  ein
Bucheinband  mit  Silherarbeit  und  Malereien  aus  dem  Anfänge ­
  des  14.  Jahrh.;  ganz  besonders  auch  die  Arbeiten
in  Email-chatnpleve  (12.  und  13.  Jahrh.)  vom  Niederrhein,
davon  die  Herkunft  des  einen  aus  Köln,  von  Eilhardus
verfertigt,  durch  die  Inschrift  bewiesen  ist.  Das  bemerkenswertheste
  Reliquiarium  kölnischer  Fabrication  mit  Email
(12.—13.  Jahrh.)  hat  die  Form  einer  Kirche  in  Gestalt
eines  griechischen  Kreuzes  mit  einer  Kuppel.
Das  letzte  (8.)  dieser  drei  Fächer  enthält  weltliche ­
  Silberarbeiten  aus  dem  Besitze  des  Königs  von  Hannover, ­
  insbesondere  eine  Anzahl  zum  Theil  kolossaler
silberner  Zunftbecher  mit  sehr  eleganten  Formen.
Die  nächstfolgenden  Fächer  9  und  10  dienen  zur
Ergänzung  der  vorhergehenden;  ihr  Hauptstück  ist  der
grosse  silberne  Schild  von  Flaxman,  ebenfalls  Eigenthum
            
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