Saal II.
Saal II, der nach Süden zu gelegene grosse Stirnsaal,
ist gänzlich den verschiedenen Arbeiten in gebranntem
'Thon gewidmet, den glasirten wie den unglasirten. Da er
zu diesem Zweck nicht völlig ausreichte, so musste ein -rziemlich
bedeutender Theil, zum Beispiel die sämmtlichen
Fliesen, die bemalten Teller, die grösseren Decorationsstücke
der Wiener Fabrik und anderes in den Saal IV
(Glassaal) hinüber wandern.
Der Saal hat rings au den Wänden gleichartige
Kästen, andere Vitrinen von verschiedener Grösse und
Form stehen in der Mitte; zwischen ihnen alte und neue
Terracottabüsten, sowie einige in Biseuit (Wiener Fabrik)
auf Postamenten. Die Gegenstände sind in den Kästen
nach ihrer technischen Art sowie nach ihrer Entstehung
geordnet. Wir folgen zunächst der Reihe der Wandkästen,
um eine bestimmte Reihenfolge zu beobachten, die, soweit
es sich thun liess, technisch vom Roheren zum Feineren
aufsteigt, d. h. von einfachen gebrannten Thonarbeiten zu
glasirten, zu Fayencen und Porcellanen. Wir beginnen
mit dem Kasten zwischen den beiden Fenstern an der
Ostseite und wenden uns sodann nach rechts.
Kasten I enthält in der Mitte eine Anzahl a 11 -
mexikanischer Thonarbeiten, Ausgrabungen, die
•durch Kaiser Maximilian veranlasst waren, von sehr origineller
Gestaltung. Ueber ihnen stehen rothe, schwarze
und graue ägyptische Arbeiten von heutiger Fabrication,
unten sehr eigenthümliche spanische Gefässe und
Deeorationsstücke von heutiger Volksarbeit, zum Theil