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Kiihlgefässe; oben auf dem Kasten befinden sich einige
interessante portugiesische Stücke in rothem Thon.
Kasten II und III zeigen ebenfalls Arbeiten nationaler
Industrie, Erzeugnisse des Dorfes, des Landes, der Bauern.
Kasten 2 ist den österreichischen Arbeiten dieser Art
gewidmet; diese Gefässe stammen meist aus Ungarn und
Slavonien. Der Kenner von Poterien wird sehen, dass sie
vieles Interesse bieten, und es wird seiner Beachtung
nicht entgehen, dass hier im alten Pannonien und Dacien
noch sehr deutliche Erinnerungen der antiken Formen im
Thongeschirr sich erhalten haben. Origineller, reicher,
kunstvoller erscheint der Inhalt des dritten Kastens in
der oberen Hälfte mit türkischen Arbeiten, die zum Theil
sehr schön sind, in der unteren mit marokkanischen
Arbeiten von völlig arabisch-maurischem Charakter. Ihre
Ornamentationsweise ist für stylistische Decoration sehr
beachtungswürdig.
Mit Kasten IV beginnen die antiken Gefässe und
setzen sich fort bis Kasten VII. Dazu gehört jener schmale
Glaskasten (XXIV), welcher in der Mitte des Saales steht und
die grösseren und in ihren Formen und Verzierungen interessanteren
Gegenstände von griechischer oder altitalischer
Töpferarbeit aufgenommen hat. Ihre Aufstellung ist eigentlich
nur eine provisorische, wenigstens in den Wandkästen,
da später die besseren Gegenstände, solche, welche möglichst
allseitig gesehen werden müssen oder sich durch
ihre elegante Form auszeichnen, herausgenommen und in
kleinen Vitrinen in der Mitte aufgestellt werden. Diese
Vitrinen sind aber noch nicht fertig.
Wir gelangen nun zu den grossen Wandkästen die
ganze Nordseite des Saales entlang, und wollen sie als
Fortsetzung der obigen Kästen nach den Fächern bezeichnen.
So enthält der erste Kasten 2 Fächer, die wir
als Kasten oder Nr. VIII und IX bezeichnen.
Nr. VIII ist angefüllt mit verschiedenen nationalen Poterien
Italiens, von heutiger Bauernfabrication, meist aus
Unteritalien und Sicilien, die sich zum Theil als antike