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MAK

Full text : Wegweiser durch das k. k. Oesterreichische Museum für Kunst und Industrie, Stubenring 5

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von  Holitscli  aus  verschiedener  Zeit,  darunter  höchst  ausgezeichnete ­
  Leistungen,  theils  nord-ungarische  (unten),
theils  moderne  Fayencen  von  Gmunden  und  Znaim  (oben),
wo  dieser  Fabricationszweig  theils  fortgesetzt,  theils  nach
alten  Mustern  erneuert  wird.
Nr.  XIII  ist  dem  blauweissen  Fayeneegeschirr  gewidmet, ­
  für  welches  Holland  und  insbesondere  Delft,  in  Nachahmung ­
  chinesischer  und  japanischer  Arbeiten,  den  Ton
angegeben  haben.  Es  sind  in  diesem  Kasten  mit  den
holländischen  die  gleichartigen  deutschen  Arbeiten  verbunden.
Sie  gehören  dem  17.,  vorzugsweise  aber  schon  dem  18.
Jahrhundert  an.
Nr.  XIV  enthält  in  erster  Linie  ältere  französische
Fayencen  vom  18.,  zum  Theil  auch  noch  vom  17.  Jahrh.
von  Rouen,  Moustiers,  Nevers,  Marseille  u.  s.  w.  Zu  ihnen
treten  als  gleichartige  Gegenstände  eine  Collection  schwedischer ­
  Fayencen  des  18.  Jahrh.  von  Rörstrand  und  Marieberg. ­
  Einige  italienische  Majoliken  mit  weisser  Glasur
haben  als  Ergänzung  des  grossen  Majolikenkastens  (XXV)
in  der  Mitte  hier  ebenfalls  noch  Aufnahme  gefunden.
Indem  wir  mit  Nr.  XV  zu  dem  ersten  Fach  des  folgenden ­
  Hauptkastens,  welcher  bereits  den  Porcellanen  gewidmet ­
  ist,  übergehen,  gelangen  wir  zunächst  zu  einer  eigenthümlichen
  Waare,  welche  zwischen  Fayencen  und  Porcellanen ­
  eine  Art  Mittelstellung  einnimmt.  Wir  meinen  das
Wedgwoodgeschirr  der  berühmten  Fabrik  Etruria  in  England,
welche  in  der  zweiten  Hälfte  des  vorigen  Jahrhunderts
eine  so  grosse  Rolle  spielte  und  heute  ihre  alten  Weisen
wieder  aufleben  lässt.  Wir  finden  ihre  verschiedenen
Arten:  das  blaue  Geschirr  mit  weissen  Reliefs,  das  schwarze,
das  gelbe,  rothe  u.  s.  w.  Unter  diesen  Arbeiten  sehen
wir  eine  grössere  Anzahl  österreichischer  Imitationen,  zumal
von  der  Fabrik  von  Frein,  alles  ältere  Arbeiten.  Oben
ist  in  diesem  Fach  noch  verschiedenes  andere  Thongeschirr
vereinigt.
Mit  Nr.  XVI  treten  wir  den  Porcellanen  noch  näher;
es  enthält  dies  Fach  die  Biscuitarbeiten  (unglasirtes  Porcellan)
  verschiedener  Länder  und  Fabriken:  von  Kopen-
            
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