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MAK

Full text : Wegweiser durch das k. k. Oesterreichische Museum für Kunst und Industrie, Stubenring 5

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aus  dem  16.  Jahrhundert.  Die  grössere  Zahl  gehört  den
urbinatischen  Fabriken  der  Blütliezeit  des  16.  Jahrhunderts ­
  an,  einzelne  Beispiele  vertreten  Gubbio,  Faenza,  Pesaro,
Venedig  u.  a.  Fabriksorte.  Eine  Anzahl  entstammt  den
neapolitanischen  Fabriken  aus  der  ersten  Hälfte  des  siebzehnten ­
  Jahrhunderts.  Auf  der  inneren  Schmalseite  des
Kastens  befinden  sich  einige  Imitationen  aus  der  Fabrik
von  Ginori  in  Doccia  bei  Florenz,  von  denen  diejenigen
mit  Metallglanz  als  besonders  gelungen  zu  betrachten  sind.
Kasten  XXVI  ist  ein  Sammelkasten  insofern,  als  er  zur
Aufnahme  der  grösseren  Porcellangegenstände,  welche  in
den  entsprechenden  Kästen  nicht  Aufnahme  finden  konnten,
bestimmt  ist.  Es  stehen  daher  gegenwärtig  in  demselben
einige  grössere  Gegenstände  der  Sevres-Fabrik,  sowie  der
englischen  von  Minton  in  Stoke  upon  Trent,  die  einen  wie
die  anderen  Eigenthum  des  a.  h.  kaiserlichen  Hofes;  ferner
Arbeiten  der  ehemaligen  Wiener  Fabrik,  mehrerer  moderner ­
  französischer  und  spanischer  Fabriken,  sowie  Imitationen ­
  (Schüssel  und  Kanne)  von  Capo  di  Monte  aus
der  Fabrik  von  Ginori  in  Doccia.
In  den  Ecken  dieses  Saales  haben  endlich  die  glasirten
  und  unglasirten  Ofenkacheln  Aufstellung  erhalten,
sehr  verschiedenartige  Beispiele  aus  dem  sechzehnten  und
siebzehnten  Jahrhundert,  österreichischen  und  deutschen
(süddeutschen)  Fabriken  entstammend,  sowie  noch  auf  eine
Reihe  Reliefs  an  den  Wänden  oder  an  den  Seiten  der
Kästen  aufmerksam  zu  machen  ist,  Repräsentanten  der  berühmten ­
  Familie  der  della  Robbia,  theils  im  Original,
theils  in  Copien.
            
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