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MAK

Full text : Wegweiser durch das k. k. Oesterreichische Museum für Kunst und Industrie, Stubenring 5

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enthalten  zunächst  die  gemalten  Teller  der  verschiedenen
Epochen  bis  in  die  zwanziger  Jahre  dieses  Jahrhunderts.
Unter  ihnen  sind  jene  mit  Gemälden  in  der  Mitte  aus  der
Blüthenperiode  hervorzuheben,  sowie  jene  mit  fein  ornamentirten
  Bändern,  darin  die  Wiener  Fabrik  so  Ausgezeichnetes ­
  leistete,  undmit  ihrer  speciellen  Eigenthümlichkeit,  dem
erhabenen  Golde.  Einige  Teller  sind  Musterteller;  sie  zeigen
daher  verschiedene  Ornamente  oder  auch  das  Muster  nur
auf  einem  Theil  des  Bandes.  Auch  auf  die  Beliefarbeiten
in  diesen  Fächern,  besonders  auf  diejenige  in  Wedgwood-Art
  mit  blauem  Grund  ist  aufmerksam  zu  machen.
Von  den  beiden  kleineren  Vitrinen,  welche  den
grossen  Pultkasten  begränzen,  enthält  die  eine  ein  grosses
Bococoservice  der  Wiener  Fabrik  mit  Malereien  und  Beliefs
nebst  einzelnen  Beispielen  eines  anderen  Services;  die  zweite
Vitrine  enthält  ebenfalls  Arbeiten  der  Wiener  Fabrik  und
zwar  vorzugsweise  aus  den  letzten  Jahren  vor  ihrer  Aufhebung. ­
  Die  beiden  Wandkästen  am  unteren  Ende
enthalten  Terracottengruppen  nach  den  alten  Formen  der
Wiener  Fabrik,  die  gegenwärtig  im  Besitz  des  Oesterreichischen
  Museums  sind,  sowie,  einige  Teller  und  Tassen  der
Porcellanfabrik  von  Haas  &  Czizek  in  Schlaggenwalde
nach  Altwiener  Muster  gearbeitet.  An  der  oberen  Stirnwand ­
  befindet  sich  ebenfalls  noch  eine  Eeliquie  der  Wiener
Fabrik,  eine  Porcellankanne  nach  einer  Zeichnung  van  der
Nülls,  während  über  dem  Pultkasten  eine  Anzahl  Porcellangemälde
  Blumen-  und  Figurenstücke  nebst  einer  Anzahl
reich  decorirter  Vasen  der  gleichen  Fabrik  Aufstellung
gefunden  haben.  An  der  anderen  Seite  der  Stirnwand  ist
ein  Tableau  glasirter  Fliesen  in  orientalischem  Styl
aufgestellt,  eine  Arbeit  von  Leon  Parvillier  in  Paris.  Die
übrige  Sammlung  von  Fliesen,  vorzugsweise  von  Minton
in  England,  sodann  französischer,  spanischer  und  deutscher
Herkunft  (Mettlach),  sowie  einige  mittelalterliche  Originale
haben  an  der  Fensterwand  ihre  Stelle  gefunden.
Die  Sammlung  von  Glasarbeiten  in  diesem  Saale
findet  noch  eine  doppelte  Ergänzung,  einmal  durch  die
Glasgemälde,  welche  an  den  Fenstern  aufgehängt  sind,
            
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