Saal IX.
Dieser Saal ist für die permanente, jedoch m den einzelnen
Serien wechselnde Ausstellung der zeichnenden,
reproducirenden Künste bestimmt. Nachdem in der ersten
dieser Ausstellungen die Technik und deren historische
Entwicklung zur Darstellung gekommen ist, wird im Monate
August eine zweite folgen, welche gewissermassen eine Ergänzung
dessen, was die vorausgegangene lehren sollte,
zu bringen hat. War es dort die Mache der manuelle
Vorgang der im chronologischen Entwicklungsgänge der
Leistungen zur Anschauung kam, ging die Absicht jedesmal
dahin, dem Beschauer eine Vorstellung der Techniken
zu bieten, wie das Schneiden, das Graben, das Punzen,
Schaben etc. des Holzes und Metalles vor sich gehe, so
will diese Ausstellung die Benennungen, die Terminologie
der einzelnen Gattungen der Reproduction zur Kenntniss
bringen, indem charakteristische Beispiele jedes Kunstzweiges
nebeneinander gestellt werden. So wird eine Orientirung
in der Fülle der Namen einerseits, welche den verschiedenen
Vorgängen der Arbeit beigesetzt sind, und andererseits
der mannigfachen Erscheinungen, deren Unterschiede
dem Blicke des Laien häufig verborgen bleiben, ermöglichet
werden.
Dieses bildet den Einen Theil der mit August beginnenden
Exposition. Zu gleicher Zeit wird das Museum aus
seiner Sammlung von Ornamentstichen eine Suite von alten
Vorlagen des Goldschmiedehandwerkes ausstellen. Muster
und Entwürfe, wie sie im Mittelalter und in der Renais-3