jene Ausstellungen unseren damaligen Anschauungen ent=
sprachen, so muß doch bedacht werden, daß diese sich seit=
her weiterentwickelt haben, und nur auf die Darlegung
unserer gegenwärtigen Anschauungen konnte und durfte
es ankommen. Auch in der Kunst gibt es nichts Starres,
Verharrendes; freies Entwickeln allein schützt vor Ver=
rosten. © © ©
© Ferner wurde der Einwand erhoben, daß auch das
Wiener Kunstgewerbe in diesem Programm nicht ver=
treten sein würde. Dies ist mit folgendem zu berichtigen:
Im österreichischen Repräsentationshause werden zwei
Interieurs (Bibliothek und Repräsentationsraum) durch
zwei Mitglieder der Vereinigung, die Architekten Bauer
und Plecnik, installiert. Ferner wird ein Raum die Aus=
Stellung der Wiener Kunstgewerbeschule enthalten, an
der die Mitglieder Hoffmann, Metzner, Moser, Myrbach als
Lehrer tätig sind. ©©©
© Die Vereinigung wurde auch als „unpatriotisch” ge=
brandmarkt, weil die BAU ARB EITEN des Raumes von
einer französischen Firma ausgeführt werden sollten. Es
ist dies aber dieselbe Firma, welcher von der Regierung
ohnehin der ganze Bau des österreichischen Repräsen=
tationshauses übertragen wurde. ©©©
© Wir bedauern, daß unsere Intentionen nicht verwirk=
licht werden konnten, und sind sicher, daß auch diesmal
der Erfolg nicht ausgeblieben wäre. Nicht einer launischen
Willkür entsprang unser Plan, sondern einer tiefen künst=
lerischen Notwendigkeit. Keine Verkaufshalle, vollge=
stopft mit möglichst vielen Bildern, beabsichtigte die Ver=
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