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Full text : Die Wiener Secession und die Ausstellung in St. Louis

mentalen  Aufgabe  iiir  einen  bestimmten  Zweck,  war  infolge
  des  Zögerns  ungenützt  vorbeigegangen.  ©0©
©  Der  Vereinigung  war  ursprünglich  ein  Saal  zugewiesen
worden,  der  drei  große  Wände  und  nur  eine  Türöffnung
hatte.  Nach  späteren  Dispositionen  bekamen  diesen  Raum
die  tschechischen  und  polnischen  Künstler  und  die  Vereinigung
  erhielt  einen  Raum  mit  zwei  Türen,  der  nach  Abrechnung
  des  Platzes,  den  die  Einbauwände  erforderten,
ein  Ausmaß  von  genau  10*70  m  zu  10*20  m  aufwies,  also
^|um  4  m  auf  jeder  Seite  kleiner  war  als  der  Hauptsaal  in
unserer  letzten  Klimt=Ausstellun  g.  ©  ©  ©
©  Nun  weiß  die  Vereinigung  =  und  eine  gewisse  Erfahrung
  auf  dem  Gebiete  des  Kunstausstellungswesens  dürfte
ihr  ja  wohl  zugestanden  werden  =  daß  durch  die  Aneinanderreihung
  verschiedenartiger  Kunstwerke  ein  künstlerischer
  Gesamteindruck  eines  Raumes  nicht  zu  erreichen
ist.  Nie  weniger  als  jetzt,  wo  naturalistische  und  stilistische
  Bestrebungen  nebeneinanderlaufen,  was  gerade
unsere  Ausstellungen  in  Paris,  München  und  in  Düsseldorf,
  die  wir  über  Veranlassung  des  Ministeriums  durchführten
  und  auf  die  hingewiesen  wurde,  uns  wieder  gelehrt
  haben.  ©0©
©  Wollten  wir  Klimts  Monumental  werke,  das  Bedeutendste,
  was  die  österreichische  Kunst  der  letzten  Jahre
=  unserer  Ansicht  nach  =  hervorgebracht  hat,  zur  vollen
künstlerischen  Wirkung  bringen,  mußte  durch  die  Wahrung
  einer  künstlerischen  Einheitlichkeit  der  monumentale
  Eindruck  des  ganzen  Saales  angestrebt  werden.  ©0
©  Andernfalls  hätten  wir  auf  die  Monumentalbilder  ver=6


            
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