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MAK

Full text : Architektonische Hochbau-Muster-Hefte - II. Sammlung: Häuser im Schweizerstil

I  lie  auf  den  nachfolgenden  Tafeln  dargestellten  Hochbauten  sind  durchgängig  ausgeführte  Beispiele,  wie
^  sie  in  den  verschiedensten  Gegenden  Deutschlands  und  Österreichs,  von  Hamburg  bis  zur  italienischen
Grenze,  in  jüngster  Zeit  durch  hervorragende  Architekten  hergestellt  worden  sind.  Leider  war  es  den  Herausgebern ­
  dieser  Blätter  nicht  immer  möglich,  die  den  einzelnen  Entwürfen  zugehörigen  Teilzeichnungen  unmittelbar
nach  den  Originalen  wiederzugeben;  wo  daher  Ergänzungen  eintreten  mussten,  ist  dies  in  keiner  anderen  Absicht
geschehen,  als  dem  Zwecke  dieser  Blätter:  »ein  Hilfsmittel  für  den  Selbstunterricht  im  Entwerfen,
sowie  eine  Motivensammlung  für  den  ausführenden  Architekten"  zu  sein,  gerecht  zu  werden.  Der
Stil  aller  hier  vorgeführten  Bauten  wurde  als  »Schweizer  Stil"  bezeichnet,  wenn  auch  nur  einige  Ausführungen
(Tafel  1.  2.  29.  30.  31.  32)  schweizerische  Bauweise  im  strengeren  Sinne  zeigen.  Der  schweizerische  Riegelund ­
  Blockbau  findet  überhaupt  nur  ausnahmsweise  ausserhalb  seiner  engeren  Heimat  Nachahmung,  die  auch  wieder
nur  bei  Villen  in  romantischer  Gebirgsgegend  gerechtfertigt  erscheinen  dürfte.  Was  wir  für  unsere  Vorstadt-Villen
  als  Schweizer  Stil  bezeichnen,  ist  eine  freie  Nachahmung  jener  Holzarchitektur,  die  zumeist  in  Verbindung
mit  dem  üblichen  Massivbau  der  Hauptstockwerke  auftritt  und  in  dekorativ  behandelten  Giebeln,  überspringenden
Dächern,  in  Gallerien,  Veranden  u.  s.  w.  ihren  eigenartigen  Ausdruck  findet.  Eine  Anzahl  der  verschiedenartigsten ­
  Giebellösungen  dieser  Art  ist  auf  den  Teilzeichnungen  zur  vergleichenden  Übersicht  zusammengestellt
worden,  ebenso  sind  einzelne  Teile,  wie  Sparrenköpfe,  Kapitelle,  Füllungen,  Wetterfahnen  u.  s.  w.  zu  beliebiger
Auswahl  in  verschiedenen  Mustern  dargestellt.

Blatt  1  u.  2.  Villa  im  Glatzer  Gebirge  (Schlesien)  von  Architekt  Zahn.
Anlage:  Die  Grösse  des  Gebäudes  gestattet  die  Benutzung  für  mehrere  Familien  resp.  das  Vermieten ­
  an  Sommerfrischler.
Ausführung:  Reiche  Holzarchitektur  in  Schweizer  Art.  Farbige  Bemalung  in  dem  grossen  Giebelfelde.
Blatt  3  u.  4.  Villa  Frauenthal  bei  Hamburg  von  den  Architekten  Puttfarken  und  Janda.
Anlage:  Der  Grundriss  zeigt  das  kleine  aber  feine  Familienhaus,  wie  wir  es  ähnlich  bereits  auf
Blatt  19  und  20  der  ersten  Sammlung  gegeben  haben.  Die  Wirtschaftsräume  liegen  im  Kellergeschoss, ­
  die  Wohn-  und  Repräsentationsräume  im  Erdgeschoss,  die  Schlaf-,  Fremden-  u,  s.  w.
Zimmer  im  Ober-  resp.  Dachgeschoss.
Ausführung:  Die  Fassade  erhält  ihre  flotte  Wirkung  zumeist  durch  den  reizenden  Holzgiebel,  sowie  durch
die  bunte  Malerei  im  Giebelfelde.  Die  übrigen  Architekturen  sind  in  Zementputz  gehalten.
(Die  Fassade  ist  aus  »Die  deutsche  Villa"  von  Claesen  entnommen.)
Blatt  5  —  8.  Villa  Billroth  bei  St.  Gilgen  von  Architekt  Dinklake.
Anlage:  Der  Grundriss  giebt  ein  herrschaftliches  Wohnhaus,  dessen  Einteilung  jedenfalls  den
besonderen  Wünschen  des  Besitzers  gemäss  getroffen  ist.  Die  gegebenen  Skizzen  dürften
für  die  Erklärung  genügen.
Ausführung:  Geputzte  Wandflächen  mit  bunter  Malerei  an  den  Ecken  und  Friesen.  Farbige  Holzarchitektur. ­
  Schieferdach.
            
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