MAK
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arbeiten beider ergibt sich mit derselben Notwendigkeit, wie sich das Zusammenarbeiten 
mit dem Heizingenieur und mit jeder anderen Hilfskraft ergibt, die an der Gestaltung 
des Hauses teilnimmt. Die heutige Spezialisierung der Berufe gestattet dem Einzelnen 
nicht mehr, jedes Sondergebiet zu beherrschen, aber der Grundgedanke einer Schöpfung 
muß aus einem Kopfe entspringen, wenn diese ein einheitliches Gepräge tragen soll. 
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Aus der engen Beziehung, die zwischen Haus und Garten stattfinden muß, ergibt 
sich auch die Höhenlage des Wohngeschosses über dem Garten. Wie schon erwähnt, 
müssen Zimmer und Garten, oder wenigstens Zimmer und Terrasse in ungefähr gleicher 
Höhe liegen, um den rechten Genuß des Gartens zu ermöglichen. Bei einer solchen 
beinahe ebenerdigen Lage des Hauses ist es aber nicht möglich, das im Stadthause übliche 
Untergeschoß für Wirtschaftszwecke unter dem Hauptgeschosse anzulegen. Es bleibt 
nur übrig, das Kellergeschoß, so wie es beim alten ländlichen Wohnhause stets der Fall 
war, lediglich als Keller zu betrachten, dagegen alle Wirtschaftsräume ebenerdig neben 
die Wohnräume zu legen. Ob unbedingt das ganze Haus unterkellert sein muß, ist eine 
Frage, die erst noch zu entscheiden wäre. Man hält in Deutschland eine Unterkellerung 
der Wohnräume aus Gesundheitsgründen für nötig. Es ist aber Tatsache, daß auch direkt 
auf die Erde gebaute Räume, solange nur die gehörigen Isolierungen gegen Erdfeuchtigkeit 
und Sicherungen gegen Durchkältung angewendet werden, zu keinerlei Einwänden Ver 
anlassung geben. Wenn auf dem Bauplatze irgendwelche Unterschiede in der Terrain 
höhe vorhanden sind, so ergibt sich leicht die Möglichkeit, den Teil des Hauses, der auf 
dem tieferen Gelände liegt, zu unterkellern und mit seitlichen Fenstern zu versehen, 
den andern Teil jedoch ununterkellert zu lassen. 
Die Frage, ob die Wirtschaftsräume in einem Untergeschoß oder ebenerdig liegen 
sollen, ist vom wirtschaftlichen und vom praktischen Standpunkte aus zu betrachten. 
Zweifellos ist ein in die Breite gezogenes Haus teurer als ein in die Höhe entwickeltes, 
weil mehr Fundamentmauern gebraucht werden. Daß bei sehr hohen Bodenpreisen, 
wie sie in unmittelbarer Nähe der Großstadt oder in der Großstadt selbst Vorkommen, 
auch die Einschränkung der bebauten Fläche aus Gründen der Ersparnis an Boden in 
Frage kommt, sei hier nur nebenbei erwähnt. Das Plus für Fundamentmauern ist eben 
selten so beträchtlich, daß es bei der Entscheidung der Frage des Breit- oder Hochbauens 
den Ausschlag geben kann. Viel einschneidender ist die praktische Seite der Frage. 
Es ist leicht ersichtlich, 'laß ein Haus mit ebenerdiger Küche ungleich leichter zu be 
wirtschaften ist, als ein Haus mit der Küche im Kellergeschoß. Der Hauptbetrieb des 
Hauses ist der Betrieb aus der Küche ins Eßzimmer und aus den Dienstbotenräumen 
in die Wohnzimmer. Wenn zur Aufrechterhaltung eines Betriebes aber ständig eine 
Wirtschaftstreppe zu überwinden ist, so erwächst damit ein Maß von rein physischer 
Arbeitsleistung für die Dienstboten, das bei näherer Berechnung enorm ist. Selbst wenn 
man zur Beförderung der Speisen einen Aufzug anlegt, bleibt noch das Auf- und Ab 
steigen zur Bedienung und Reinigung der anderen Geschosse übrig. Ein Speiseaufzug 
hat aber die üble Folge, daß die Gerüche der Küche durch den Aufzugsschacht in das 
ganze Haus verbreitet werden. Und selbst wo er fehlt, steigen die Küchengerüche die 
Treppe hinan und machen sich im Obergeschoß bemerkbar. Die Anordnung der Küche 
• unter den Wohnräumen der Herrschaft hat daher auch aus diesem Grunde ihre bedenk 
lichen Seiten. Es ist jedenfalls besser, die Küche und mit ihr alle anderen Wirtschafts-, 
Reinigungs- und Vorratsräume aus dem eigentlichen Hause herauszunehmen und sie
	        
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