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geeignetsten ist die Stellung in der Fensternische) und eine solche Abendbeleuchtung, daß
das Gesicht hell beschienen ist. Überhaupt muß der so einfache und doch so oft ver
gessene Grundsatz bei Anbringung eines Spiegels betont werden, daß die sich im Spiegel
betrachtende Person vom Licht beschienen sein muß. Der Spiegel an der Fensterwand
für Tagesgebrauch und der Spiegel mit Wandarm für Abendgebrauch ist daher der richtige.
In allen Schlafzimmern ist reichlich für Gelaß für Kleider zu sorgen. Das beste
Mittel dafür sind in der Wand sitzende (eingebaute) Schränke. Liegt das Schlafzimmer
geschoß schon ganz oder zum Teil im Dach, so ergeben sich diese Wandschränke in
den Dachschrägen mit Leichtigkeit. Es ist jedoch darauf zu achten, daß die Untersicht
der Dachfläche gegen Temperaturübertragung gehörig geschützt sei. Am besten geschieht
dies durch eine isolierende Schicht (Lehmausstakung, Haarfilzausfüllung usw.), die
zwischen die äußere Dachschale und die innere Wand gebracht wird. Wichtig ist ferner,
daß solche Wandschränke ein kleines Fenster nach außen haben, das für Beleuchtung und
Lüftung wertvoll ist. Nichts Unbequemeres als ein großer, aber dunkler Wandschrank,
Kleinere Kleidergelasse wird man zweckmäßig auch in den Zwischenwänden anbringen,
sei es durch Aussparung von Nischen in den balkentragenden Wänden, sei es durch
direkte Anlage einer Doppelwand, die zwischen sich einen Raum von etwa 50 cm frei
läßt. Es ist dann leicht, umschichtig die Schränke aus dem einen und dem andern
Zimmer zugänglich zu machen. Da der freie Raum vom Boden bis an die Decke
geht, so wird man gut daran tun, auch den oberen, mit der Hand nicht mehr zu er
reichenden Raum für Schränke auszunutzen. Es gibt eine Menge Dinge, die außer
ordentlich selten gebraucht werden und die man daher ruhig an einen Ort stellen kann,
an dem sie nur mit der Leiter zu erreichen sind. Eine große Bequemlichkeit ist es
aber, wenn man in solchen Fällen die zu benutzende Leiter gleich mit vorsieht. Man
kann sie in einem kleinen Schlitz unterbringen und so konstruieren, daß sie beim Ge
brauch mit Haken auf eine eiserne Stange aufgreift. Die innere Einrichtung aller Wand
schränke des Schlafzimmers mit Garderobehaken, Brettern, Behältern usw. sei stets ein
Gegenstand besonderer Aufmerksamkeit; sie bedarf der sorgfältigsten Beratung mit den
zukünftigen Benutzern. Gerade von solchen anscheinenden Kleinigkeiten hängt die
Freude und das Behagen des Wohnens im Eigenhause ab. Indessen würde ein näheres
Eingehen auf die Einzelheiten an dieser Stelle zu weit führen.
Sehr wichtig ist die richtige Lage des Badezimmers zu den Schlafzimmern. Die
Entwicklung des modernen Badezimmers fällt ausschließlich ins letzte Jahrhundert und
ist noch nicht abgeschlossen. Wahrscheinlich wird die fortschreitende Wohnkultur es
dahin bringen, daß mir jedem Schlafzimmer ein Bad und ein Klosett verbunden ist, wie
dies in amerikanischen Hotels bereits der Fall ist. Auch im amerikanischen Hause
sind in dieser Beziehung die Verhältnisse sehr weit vorgeschritten. Mittelgroße Land
häuser haben fünf bis sechs Bäder, so daß tatsächlich der Idealzustand schon beinahe
erreicht ist. Wie die Verhältnisse heute in Deutschland liegen, muß man noch damit
rechnen, daß dasselbe Bad von allen Familienmitgliedern benutzt wird, es sei denn,
daß noch ein zweites Bad für die Kinder vorhanden sei, was nach Möglichkeit anzu
streben ist. Das Bad muß nun so bequem als möglich zum Schlafzimmer liegen, ohne
jedoch direkt an dieses anzugrenzen. Denn im Bad werden Dünste und Feuchtigkeit
entwickelt, die man vom Schlafzimmer fernhalten will. Auch das Ankleidezimmer
kann nicht direkt mit dem Bad verbunden werden, da die aufgespeicherten Kleider
unter den Dünsten leiden würden. Die richtige Anordnung ist die, daß von einem
jedesmal anzulegenden kleinen Strichkorridor aus das Badezimmer, das Ankleidezimmer
und das Klosett zugänglich sind. Das Badezimmer muß so eingerichtet sein, daß ln ihm
Muthesiu?, Landhaus
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