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dieser sodann unmittelbar in die Halle gelangen kann, daß es aber auch jedem unbe
nommen ist, zunächst in die Halle und dann in die Kleiderablage zu gehen. Eine große
Bequemlichkeit ist es, wenn man außerdem auch vom Garteneingang direkt in die
Kleiderablage treten kann, was freilich oft mit Schwierigkeiten verbunden ist. Von der
Kleiderablage aus muß ein Klosett zugänglich sein, und in der Kleiderablage selbst muß
sich ein großes bequemes Waschbecken mit kaltem und warmem Wasser befinden. Be
sondere Kleiderablagen für Herren und Damen anzubringen (ein Wunsch, den man oft
hört), ist in den meisten Fällen überflüssig. Nur in ganz großen, an fürstliche Verhält
nisse grenzenden Häusern würde man zu einem solchen Luxus schreiten. Ist im Hause
Gesellschaft, das heißt, kommen eine große Zahl Herren und Damen zu derselben Zeit,
so ist es ohnedies nötig, besondere Veranstaltungen für das Ablegen zu treffen. In
England ist es allgemein üblich, in solchen Fällen den Damen als Garderobe das Haupt
schlafzimmer des Hauses und etwa noch ein Ankleidezimmer einzuräumen. Sie finden
dort, was in der gewöhnlichen Kleiderablage nicht der Fall sein würde, auch Ankleide-
tische mit allen für die Toilette der Frau nötigen Kleinigkeiten und fühlen sich über
haupt intimer und abgesonderter. Die kleine Unbequemlichkeit, die daraus entspringt,
daß sie eine Treppe aufsteigen und wieder herabgehen müssen, fällt gegenüber den Vor
teilen der Einrichtung nicht allzu stark ins Gewicht.
Korridore vermeidet man im Landhause am besten vollständig. Allerdings gibt
es Bauherren, die sich so an die Korridore der Mietetage gewöhnt haben, daß sie in
ihnen Vorteile sehen und sie auch in ihrem Landhause wünschen. Sie sagen, man
könne dort so bequem Schränke aufstellen.
Ein Gebiet, das in Deutschland im großen und ganzen noch sehr im argen liegt,
sind die sanitären Anlagen im Hause. Die Ausbildung der sanitären Einrichtungen ist
ganz und gar in England erfolgt und die Weiterentwicklung liegt noch heute in englischen
und neuerdings in amerikanischen Händen. Deutschland hat nur das angenommen,
was England geboten hat, und ist dabei meist zehn bis zwanzig Jahre hinter England
hergeschritten. Diese Tatsache läßt sich auch gerade jetzt wieder beobachten, wo es
in Deutschland Mode geworden ist, überall im Hause feste Waschbecken anzubringen.
Man betrachtet es als die Vollendung der Bequemlichkeit, solche feste Waschbecken mit
Wasserzu- und Abfluß in den Schlafzimmern zu haben. Bereits gibt es Hotels, in
denen kein einziges Zimmer vorhanden ist, das nicht ein festes Waschbecken hätte.
Ein einfaches Nachdenken müßte nun aber jeden darüber belehren, daß es gesundheitlich
höchst bedenklich ist, einen Wasserabfluß im Zimmer zu haben, durch den auf kürzestem
Wege eine Verbindung mit der Abortgrube oder den Kanalisationsröhren hergestellt wer
den kann. Die ganze Sicherheit liegt in dem sogenannten Wasserverschlusse, dessen ge
ringe Wasserhöhe die einzige Abtrennung von dem mit gesundheitsgefährlichen Gasen
gefüllten Netze der Abflußrohren ist. Die Wasserschicht, die in dem kleinen U-förmig
gebogenen Bleirohr den Abschluß herbeiführt, wird aber, was jedem Gesundheits
techniker bekannt ist, mit Leichtigkeit zerrissen; zum Beispiel sehr häufig dann, wenn
aus einem oberen Stockwerk Wasser abgelassen wird. Die Verdünnung der Luft, die
im Hauptabflußrohr dem herunterfallenden Wasser folgt, bewirkt sehr oft ein Absaugen
des Wasserverschlusses, wodurch sofort jene direkte Verbindung mit der Grube her
gestellt ist. In Schlaf- und besonders in Fremdenzimmern wird diese Verbindung auch
dann herbeigeführt, wenn die Zimmer eine Zeitlang nicht benutzt werden und der