XLVII
ERLÄUTERUNGEN ZU EINIGEN DER DEUTSCHEN LANDHÄUSER
(NACH MITTEILUNGEN DER URHEBER)
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Der Landsitz Wieland in Herrlingen bei Ulm ist nur zum Bewohnen
im Frühjahr, Sommer und Herbst bestimmt. (Abb. S. 1—3, 65, 87, 108, 109.)
Das Landhaus in Witzenhausen ist inmitten einer älteren, terrassen
förmig angelegten Obstpflanzung erbaut und wird als Ferienheim benutzt; es eignet sich
jedoch auch zum Bewohnen während des ganzen Jahres. (Abb. S. 4, 64, 76, 77, 86.)
Das Landhaus Ludwig Brey in Murnau (Abb. S. 5—8) wurde zuerst als
kleines Jagdhaus gebaut. Ein notwendiger Anbau bot Gelegenheit, die jetzige Bau
gruppe zu schaffen. Der Bau ist ein einfacher, schlichter Putzbau in Rieselwurf mit
grün-weißen, auf den Giebeln mit blau geweckelten Rautenläden und grünen Spalieren.
Im Innern ist die Hauptstube in Zirbelholz mit teilweise alten Möbeln ausgestattet, die
Schlafzimmer sind teils modern, teils im Bauerncharakter gehalten.
Das Landhaus Dr. Richard Strauß in Garmisch (Abb. S. 9) ist als
Putzbau mit Verwendung des malerischen Tuffsteins aus den benachbarten Brüchen von
Huglfing gestaltet. Bei der exponierten Lage des Hauses ist auf eingebaute Sitzplätze,
die nach den verschiedenen Himmelsrichtungen orientiert sind, Wert gelegt. Das Speise
zimmer ist in Zirbelholz mit eingebautem Ofen durchgebildet, für die Ausstattung des
Musik- und Wohnzimmers ist Birnbaumholz mit schwarzer Linieneinteilung gewählt.
Beim Zweifamilienhaus Pohl in Heilbronn (Abb. S. 10) hatte der Auf
traggeber einen möglichst geräumigen und geschützten Sitzplatz vor dem Hause gewünscht
und Wert darauf gelegt, die gegen Süden gelegenen Zimmer möglichst kühl zu halten.
Um das Gebäude auch für Einzelmietwohnungen verwenden zu können, kann das
Treppenhaus leicht abgeschlossen werden. Das Gebäude ist bis zur Sockelhöhe in
Beton, darüber in Ziegelmauerwerk mit grauem Putz unter sparsamer Verwendung von
Hausteinen errichtet. Die Wandflächen sind zum Teil mit eichenen Schindeln benagelt,
zum Teil mit Ziegeln behängt, das Dach ist mit roten Biberschwänzen gedeckt.
Das Haus Ströble in Heilbronn (Abb. S. 11) ist ein Putzbau, blauer Kalk
stein ist zu den Erkern, Portalen usw. verwendet. Die Giebel sind geschindelt, das
Dach ist mit roten Biberschwänzen gedeckt.
Das Haus Erb Heilbronn (Abb. S. 12) steht inmitten einer großen Gärt
nerei und dient sowohl Wohn- als Geschäftszwecken. Bei Anlage der Wohnung des
Besitzers im Erdgeschoß sollte das Obergeschoß so eingerichtet werden, daß es als
besondere Wohnung zu vermieten war. In dem hohen Dach sind möglichst luftige und
trockene Räume zum Aufbewahren getrockneter Pflanzen, Sämereien usw. geschaffen,
das Untergeschoß enthält Pflanzenräume, welche vom Garten aus zugänglich sind. Der
Bau ist ein Putzbau mit Ziegelbehang der oberen Wände und einem Ziegeldach.
Das Haus Leimoon in Apenrade (Abb. S. 13—16) ist als Sommerhaus
gedacht, hat jedoch eine Warmwasserheizung, durch die es auch für den Winter benutz
bar wird. Es ist ein grünweiß getönter Putzbau mit grauem Ziegeldach. An den Fenster
läden sind die Rahmen grün, die Holzjalousien weiß gestrichen. Bei der Stellung des
Hauses wurde auf die vorhandenen alten Bäume sorgfältig Rücksicht genommen.
Beim Landhause v. Velsen in Zehlendorf-West (Abb. S. 17—20)