Befähigten und Unbefähigten ein eifriges Streben etwas Tüchtiges zu
leisten, entwickeln, vorzüglich aber wird der Wettstreit der Befähigten
seyn, indem jeder von ihnen alle seine inwohnende künstlerische Be
fähigung aufbiethen wird, sich der Ehre würdig zu zeigen, vom Staate
für sein Streben lohnend anerkannt zu werden. Da hier nicht die tech
nische Befähigung, sondern die geistige gemeint ist, so werden auch nach
Maßgabe die minder Befähigten dem Staate von großem Nutzen seyn,
und zwar in Bezug auf die Industrie. Wenn die Begeisterung der Ersten
im Gebiethe der Religion, Geschichte und Moral die Förderung der
gesellschaftlichen, so nötigen Tugenden, für jeden Stand, für jedes Alter,
sich, wie es einem Künstler und der Kunst geziemt, zur Aufgabe machen
werden, und durch ihr Genie eine glücklicheLösung derselben erzwecken,
so werden hingegen die Andern durch reizende, geschmackvolle Ideen
die Industrie bereichern. Für das hier gesagte dient Frankreich als Beweis.
Wenn dort die Munificenz des Staates im vorigen Jahre bey 3 Millionen
Franks für Werke der Kunst verausgabte und nicht allein in diesem
Jahre sondern ähnliches seit 30 Jahren geschieht, so ersehen wir deutlich
den Erfolg einer solchen Maßregel, denn Frankreich steht jetzt in Kunst
und Industrie einzig da, und es gibt auch zugleich den Beweis, daß
Künstler, welche mit Recht diese Benennung verdienen, sich für solchen
Schutz dankbar bezeugen, weil es in der Natur des ächten Künstler
liegt, immer zu schaffen, auch selbst ohne Aufforderung von Außen,
um so viel mehr aber, wenn eine solche Aufforderung und Würdigung
vom Staate ausgeht. Solcher Dank durch treffliche Leistungen ausge-
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