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es keinen Beistand gefunden hätte. Tin dankbaren Gedächtniss wollen
wir es stets bewahren, mit welcher Freudigkeit, mit welcher glänzenden
Freigebigkeit der Wiener Handelsstand die Mittel zur Begründung dieses
Institutes gewährte.
Als das geehrte Mitglied unseres Verwaltungsrathes, Herr Bernhard
Wilhelm Ohligs, die Idee der Gründung dieser Handels-Akademie
aussprach, war die Wärme, mit welcher seinem Gedanken entgegen gekommen
wurde, wohlthuender, ja fast begeisternder Art. Von warmer
Theilnahme umgeben, wuchs das junge Institut schnell und erfreulich
in die Höhe. Freundliche Sympathie, patriotischer Edelmuth, verständigstes
Wohlwollen haben es seit seiner Gründung begleitet.
Rascher, als wir es erwarteten, ist der Moment gekommen, in
welchem die umfassende Entwicklung unserer Anstalt gebieterisch eine
breitere, auf die Dauer gesicherte Grundlage erheischte. Die Zahl der
Lernbegierigen, welche unsere Akademie aufnehmen kann, die Vielseitigkeit
der vorzutrageuden Lehrgegenstände, die Mannigfaltigkeit der
Experimente, welche zur Erläuterung des Unterrichtes dienen, selbst
das physische Wohlbefinden der Lehrenden und Lernenden hängt zum
Theil von der Grösse und Zweckmässigkeit der Räume ab. über welche
dieses Institut verfügen kann. Wir hatten während der vorangegangenen
Epoche unsere Wirksamkeit durch die Munificenz der hohen Behörden,
die uns zum wärmsten Danke verpflichtet, für das junge Institut
eine Wohnstätte gefunden, welche jedoch den zunehmenden Bedürfnissen
nicht mehr entsprechen konnte. Die weiteren Ziele, welche
wir für die Fortbildung der Jugend im Auge haben, erhalten nunmehr
einen Vorschub durch das schöne und geräumige Haus, welches wir
jetzt in Besitz nehmen, und wir werden es uns angelegen sein lassen,
das gute, äussere Mittel, welches uns dadurch zu Theil geworden, auf
das Beste, zum Nutzen unserer wichtigen Aufgabe zu verwerthen.
Der helle und sonnige Platz, auf dem dieses Gebäude steht, gibt
den Lehrenden und Lernenden das physische Licht, dessen sie bedürfen.
Im Einklänge mit diesem möge das geistige Licht auf die Wiener Handels-Akademie
herabströmen. Sie kämpfte bei ihrem Werden mit manchen
Einflüssen, welche ihrer freiesten Entwicklung hinderlich gewesen
wären und überwand sie. jetzt, geschützt und gefördert von einer freisinnigen
Regierung, findet sie die Pfade geebnet vor sich liegen, welche
die des menschlichen Fortschrittes sind. Sie wird sie böschreiten.
Geehrte Versammlung! Wir wollen diese Feier nicht an uns
vorüberziehen lassen, ohne dem erhabenen Monarchen’ unter Dessen
ruhmvollen Regierung die Akademie entstanden, durch Dessen.Gnade
wir begünstigt wurden bei der Erwerbung dieser Stätte, die Huldigungen
unseres Herzens darzubringen.
Ihm sei ein dreifaches Hoch gebracht!