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kaufmännisch gebildeten Individuen, noch sei der Handel
Oesterreichs an fremden Plätzen durch nichtösterreichische
Agenten und Mittelspersonen vertreten, im
Gegensätze zu den Handelshäusern der Rheinprovinzen,
Englands, Frankreichs, der Schweiz, Württembergs etc.
Ohligs beklagt den Mangel an Handels mittelschulen,
das Entsenden der Kaufmannssöhne nach
dem Auslande behufs Ausbildung in den Handelswissenschaften.
Wiederholt habe sich die Handelskammer
dahin ausgesprochen, Specialschulen für den Handel zu
errichten. Die commercielle Abtheilung des Polytechnikums
sei ihrer ganzen Organisation nach nicht
geeignet, dem Bedürfniss zu genügen. Demnach bleibe
nichts übrig, als mittelst Selbsthilfe eine Anstalt zu
gründen, welche dem grossen Zwecke entspreche. Mit
einem vollständigen Plane und Voranschlag bewies
endlich der Antragsteller die Ausführbarkeit des Unternehmens,
über dessen Nutzen kein Zweifel sich geltend
machte.
So hat die Wiener Handels-Akademie ihren eigentlichen
legitimen Ursprung in der niederösterreichischen
Handelskammer, in welcher Körperschaft der Antrag
Ohligs die beste und freudigste Aufnahme fand. Allein
die Kammer sollte als legale Vertretung des Handelsund
Gewerbestandes lediglich den Impuls geben, mit
ihrer Autorität für das Bedürfniss einer solchen Lehranstalt
eintreten, die Ausführung des Werkes jedoch sollte
nicht durch den Vertretungskörper, sondern durch die
Opferwilligkeit, Intelligenz und Energie Einzelner geschehen.
Von der ersten Stunde an fand Ohligs,
nachdem im März 1856 die in der vorausgehenden Anmerkung
eitirte Brochure erschienen war, die lebhafteste
Unterstützung an den Herren Friedrich v. Schey,
Peter Murmann, Theod. Hornbostel, Emil Seyb 1
und Ed. J. Dräsche. Von ihnen ging eine wirksame
Initiative aus.
Am 19. November 1856 versammelten sich 69 Freunde
des Unternehmens im Gewerbvereine und beriethen
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DieGrttndungsrerhandlungen.