87
ward die Redaktion des Ausstellungs-Cataloges übertragen
und sein „Bericht“ erschien im Drucke und fand
reissenden Absatz.
Auch später im Jahre 1862 trat unter Vorsitz des
Freiherrn Alexander von Helfert eine Commission
zusammen, zur Beschickung der Londoner Weltindustrie-Ausstellung
mit österreichischen Lehrmitteln. Auch
diesmal war Hauke in Anspruch genommen, sein Bericht,
eine sorgfältige Arbeit, erschien im Original in
der Oeffentlichkeit.
Die eigentliche Verbreitung von Hauke’s ehrenvollem
Namen als Schulmann und Schriftsteller datirt
jedoch erst von dem Erscheinen seiner beiden Lehr
bücher. Im Jahre 1848 vollendete Franz Hauke sein
„Lehrbuch der allgemeinen Waarenkunde für kom-,
merzielle und technische Lehranstalten, sowie zum
Selbstunterrichte für Handelsleute, Gewerbetreibende,
Oekonomen und Kameralisten,“ hervorgegangen aus
seinen am Polytechnikum gehaltenen Vorlesungen. Die
stürmischen Tage des Jahres 1848 hinderten ihn an
der Schlussredaktion des Manuskriptes, die Verlagshandlung
von W. Braumüller selbst am Drucke.
Nach dem Erscheinen des ersten Heftes der Waarenkunde,
trat eine längere Pause ein, im .Jahre 1850 war
das Buch (Lex. 8) zu drei Heften vorgeschritten; der
Schluss erschien 1854.
(Das Buch fand allgemeine Anerkennung und Verbreitung
und erschien 1865 als starker Band von 735
Seiten in zweiter vollständig umgearbeiteter Auflage).
Einen ausserordentlichen Erfolg erzielte Hauke
mit seinem „Leitfaden für den Unterricht in der Geographie“
(l. Aufl. 1849, Wien, Braumüller). Er
hatte mit diesem Buche in der glücklichsten Weise die
neuere Forschung und Methode sich angeeignet und
kam den Bedürfnissen der Jugend und des Unter
richtes in so ausgezeichneter Weise entgegen, dass es
selbst ohne Empfehlung der Regierung überall benützt
wurde. Schon 1851 erschien die vierte Auflage und