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Von den letzteren werden nur Blatter und einzelne Blumen in der
Schule gemacht; die eigentliche Fabrication wird in der Schule erlernt,
das Montiren geht in den Etablissements vor sich, »in welchen«, wie die
Leiterin der Schule Rue Francs Bourgeois meinte, als ich sie über diesen
Punkt befragte, »bei gemeinsamer Arbeit der Geschmack zu grösserer
Entwicklung und Klärung gelangt.« Die Schülerinnen sind, wenn sie
die Schule verlassen, eben nur Hilfsarbeiterinnen dieser Etablissements.
Die Societe pour l’enseignement professionel des femmes hat sich
am 14. Jänner 1870 als anonyme Gesellschaft mit variablem Capitale constituirt.
Die Antheilscheine kosten je 5o Frcs; man kann sich jedoch mit
einer Jahreseinzahlung von höherem oder geringerem Betrage betheiligen.
Die gewöhnliche Subscription lautet auf 25 Frcs. jährlich. Ein von der
Generalversammlung erwählter, aus Frauen bestehender Ausschuss verwaltet
die Gesellschaft, ernennt die Professoren und Lehrerinnen, und
überwacht das Dienstpersonale; diesem Ausschüsse stehen vorberathende
Comit^’s zur Seite.
Ecoles professionelles catholiques pour les jeunes filles au dessus de
douze ans.
Diese Schulen sind klösterlichen Ursprungs.
Die Soeurs des Ecoles chretiennes haben im Jahre 1854 eine Klosterschule
für den weiblichen Unterricht gegründet, deren Lehrprogramm sich
nach und nach erweiterte, und nach deren Princip im Jahre 1873 zehn
klösterliche und zwölf weltliche Schulen entstanden waren. Eine dieser
Schulen, die in den Mauern des alten Hötel Sully etablirt ist und von
deren Unterrichtsgang und Arbeiten ich genaue Kenntniss gewann, mag
hier als Vertreterin der gleichnamigen Lehranstalten gelten.
Sie wurde im Jahre 1870 gegründet. Ihr Programm entspricht heute
nicht mehr dem Wortlaute des Titels, den sie führt. Die ungleiche Vorbildung,
welche die Kinder in die Schule mitbrachten, gewiss auch die
religiöse Tendenz, welche diesen Anstalten fühlbar zu Grunde liegt, veranlassten,
dass das zur Aufnahme befähigende Lebensalter der Schülerinnen
von zwölf auf sieben Jahre herabgesetzt wurde, in welchem Alter
die Mädchen in die erste Classe des vorbereitenden, fünf Jahrgänge umfassenden
Unterrichtes aufgenommen werden.
Der gewerbliche Unterricht begreift drei Jahre und fällt auf die
Nachmittagsstunden. Die Lehrcurse sind: Handelsfach und englische Sprache,
Zeichnen, Porcellan- und Emailmalerei, Malen auf Seide, Kupferstechen,
Blumenmachen, Kleidermachen, Anfertigung von Hüten und aller Arten
von Modeartikeln und Wäschenähen.
Das Programm der gewerblichen Curse variirt in den verschiedenen
Schulen je nach der Bedeutung der Schule und nach den Bedürfnissen
des Stadttheiles, in welchem sich letztere befindet.