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MAK

Full text : Ein orientalischer Teppich aus kaiserlichem Besitz

Ein  orientalischer  Teppich  aus  kaiserlichem  Besitz.

Wie  die  Anmerkungen  37 ,  48 ,  51 ,  54 ,  57  und  60 ,  die  zum  Teil  die  Angaben  von  S.  226  wiederholen,
erkennen  lassen,  sind  die  bei  den  großen  Stücken  i,  8,  9  und  12  verzeichneten  Zahlen  der  Brei  tendi  chte
aus  Resultaten  von  Messungen,  die  auf  die  gleiche  Zahl  von  Kettfädenpaaren  (Knoten)  gegebenen  Distanzen
gemacht  sind,  errechnet  und  deshalb  miteinander  gut  in  Vergleich  zu  ziehen.
Die  fast  konstante  Abnahme  der  Breite  des  Teppichs  in  Arbeitsrichtung  —  nur  gegen  Ende  wird  sie
von  einer  Zunahme  abgelöst  —  hat  eine  Steigerung  der  Breitendichte  in  dieser  Richtung  zur  Folge,  ausgenommen ­
  bei  Stück  12.  Eine  solche  Dichtenzunahme  in  der  erwähnten  Richtung  verzeichnet  die  Tabelle
auch  für  die  Stücke  2  und  3.  Selbstverständlicherweise  spricht  sich  diese  Erscheinung  auch  in  den  Durchschnittszahlen ­
  aus.  Wie  sich  nun  innerhalb  horizontaler  Gerader  die  Intensität  der  Dichte  verteilt,  sind  eben
die  erwähnten,  die  ganze  Teppichbreite  überquerenden  Strecken  zu  zeigen  nicht  ungeeignet.  In  Tabelle  VI
sind  für  vier  dieser  Strecken  die  Maße  der  einander  —  es  wurde  von  links  nach  rechts  gezählt  —  folgenden
Partien  von  je  IOO  Kettfädenpaaren  in  Zentimetern  angegeben  und  darunter  die  auf  diese  Distanz  daraus
errechneten,  auf  das  Dezimeter  bezogenen  Dichtenwerte.

Tabelle  VI.

Fragment

IOO

IOO

IOO

IOO

IOO

IOO

IOO  IOO
j

69

I

25‘i

25'I

269

261

26-9

28-3

27-9

2Ö’9

18

3984

39  84

37-17

GJ
00
Gi

37-17

35  33

35-84

37  1 7

38-33

8
Anfang

26'1

25-8

27-4

27-3

25-6

271

25-6

24-8

17-7

38-31

38-76

36-49

36-56

39'o6

36-90

39-06

4C32

38-98

9
Anfang

26*2

25-3

2Ö'9

26-8

24'8

25-9

24-7

25-2

18T

38-17

39-52

37-17

37'3i

40-32

38-61

40-48

39-68

38-12

12

26-3

254

269

26-5

24'2

25-2

24'2

25-6

18-3

38-02

39-37

37-17

3774

4i'32

39-68

41-32

39-06

37-70

Tabelle  VI  verrät,  wie  groß  die  Variabilität  der  Breitendichte  ist:  die  Grenzwerte  sind  35'33  und  4132. 62
Sie  läßt  aber  noch  eines  erkennen.  Die  Gesamtsumme  der  Maßzahlen  in  den  vier  linken  Hunderterkolonnen
beträgt  420'1,  die  der  rechten  412'9-  Das  gibt  eine  Dichte:  links  3832,  rechts  3875.  —  Es  ist  also  aus  Tabelle  V,
wie  eben  erwähnt,  zu  ersehen,  daß  die  Breitendichte  in  der  Richtung  unten-oben  im  allgemeinen,  und  dies
deutlich,  eine  Zunahme  erfährt,  während  aus  Tabelle  VI  zu  entnehmen  ist,  daß  sie  in  der  Richtung  rechts-links,
wenn  auch  nur  recht  unbedeutend,  abnimmt.
Die  Höhendichte  nimmt  in  und  zwischen  den  größeren  Stücken  —  um  nur  diese  allein  zu  betrachten ­
  —  in  der  Richtung  unten-oben  zu,  fällt  dagegen  zwischen  1  und  8,  sowie  9  und  12  beträchtlich,
in  der  Richtung  rechts-links  nimmt  sie  in  den  Stücken  8  und  9  ab,  dagegen  bei  1  und  12  zu.
Die  Überlegung  darüber,  was  in  die  Höhendichte  wirke,  ist  nicht  ohne  Nutzen.  Es  ist  dies  einerseits
die  Breite  der  Einträge,  andererseits  die  der  Knotenreihen.  Die  der  Einträge  wird  wieder  bedingt  durch
Flächenzahl  kann  ohne  Bedenken  aus  den  für  B  und  H  an  zwei  verschieden  großen  Stücken  von  9  gewonnenen  Durchschnittswerten ­
  errechnet  werden:  An  der  an  der  Schnittfuge  zwischen  9  und  n  vorüberführenden  Horizontalen  läßt  sich  wegen  der
Beweglichkeit  des  zungenförmigen  Streifens  von  9  eine  genaue  Messung  nicht  vornehmen.  Die  letzte  sichere  Messung  (siehe
Fußnote  57 )  ergab  2'229m.  Die  in  Arbeitsrichtung  nächste  wäre  die  an  der  Anfangseite  von  12.  Resultat  2'230.  Wollte  man
den  bereits  (siehe  S.  225)  erbrachten  Beweis  der  Zusammengehörigkeit  dieses  Fragments  mit  9  gelten  lassen,  so  sähe  man  einen
Bveitenunterschied  von  nur  1  mm.
59  116  Knotenreihen  auf  0-2995  bzw.  o'299  m.
60  869  Knoten  auf  2'23  bzw.  2-24  m.
61  Es  wurde  ebenso  wie  bei  Fragment  1  (vgl.  Anm. 38 )  die  Strecke  für  dieselben  85  Knotenreihen  gemessen,  und  zwar  in
Abständen  von  1  dm.  Nur  die  zweite  und  vorletzte  Messung  wurde  in  kleinerem  Abstand,  und  zwar  8  cm  vom  seitlichen  Rand
einwärts  vorgenommen.  Ergebnis  in  cm:  rechte  Teppichhälfte  237,  237,  23-95,  24-05,  24-2,  24-05,  24'oo,  24-05,  23-9,  23’35>
22-85,  22-65;  linke  Hälfte  22-95,  22-85,  22-65,  22-25,  22-55,  22-85,  23-00,  23-3,  23-15,  23-35,  23'°5.  23-05.  Die  Summen  der  Maße
für  die  Teppichhälften:  rechts  284-45,  links:  275-00;  die  Dichte:  rechts  35-859,  links  37-091.  Würde  nach  dem  zweiten  und  dem
vorletzten  Maß  gerechnet,  so  wären  die  Dichtenwerte:  rechts  35-865,  links  36-876.
62  Daraus  ergäbe  sich  ein  Durchschnitt  von  38-325.  Vgl.  die  S.  242  für  B  angegebene  Zahl.

239
            
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