ENTWURF FÜR DAS SCHLOSS ORIANDA.
VORDERFA?ADE.
Laut gegebenem Programm war für die dem
russischen Kaiser gehörige Besitzung Orianda ein
für einige Monate des Jahres dem zurückgezogenen
Familienleben dienendes Schloss an Stelle des im
Jahre 1881 abgebrannten zu projectieren.
Die Lage des Areals ist unvergleichlich
malerisch, mit großem Park und schönen Gärten,
einerseits begrenzt vom Meere, anderseits von den
längs der Küste in einer durchschnittlichen Ent
fernung von einem Kilometer am Fuße einer Berg
kette sich hinziehenden,' Sebastopol und Jalta ver
bindenden Straße.
Von dem in dieser Straße liegenden Vorplatz
führt durch ein Thor, an Pförtner-, Inspector- und
Wachhäusern vorüber, eine mit Wasserkünsten etc.
reich decorierte Zufahrten-Avenue direct zu dem
durch Gitter und Thore abgeschlossenen Lhrenhof.
Die zu beiden Seiten der Avenue stramm gehaltene,
auf Durchblicke und perspectivische Wirkungen
rücksichtnehmende Parkanlage erfährt weiter seit
wärts allmählich eine völlig ungezwungene Fort
setzung. .
Im Ehrenhofe liegt bequem die Einfahrts-
Rotunde. Eine Prachttreppe führt von hier in den
Centralraum; links gliedern sich an diesen die
Gemächer der Familie und schließlich die Kapelle,
•rechts Repräsentationsräume etc. an.
Links vom Ehrenhofe liegen in indirecter
Verbindung mit dem Hauptgebäude Stallungen und
Remisen, rechts ebenso Küchengebäude und Diener
wohnungen. Separate Zufahrten verbinden diese
Anlagen mit der Straße. Sowohl ost-, als auch west-
wäits liegen vor den Schlossflügeln begrenzte,
intime, der ausschließlichen Benützung der Familie
dienende Gärten. Sculpturen, Wasserkünste und
exotische Gewächse beleben diese in besondererWeise.
Dem Schlosse lagert sich gegen das Meer
eine mit dem Hafen durch Rampen verbundene
Terrassenanlage vor.
Leuchtthürme, Wassergrotten und Gondelhafen
vervollständigen hier die Anlage.
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