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MAK

Full text : Sowjet-russische Ausstellung

Tagung  des  Zentralexekutivkomitees  beschloß  die
weitere  Verkürzung  des  Arbeitstages  auf  sieben
Stunden,
Die  Einhaltung  der  Bestimmungen  des  Arbeitskodex ­
  wird  schärfstens  kontrolliert-  Es  ist  dies  eine
der  Hauptaufgaben  der  Gewerkschaften  und  der
Betriebsräte,  Verletzungen  der  sozialpolitischen
Gesetzgebung  ziehen  strafrechtliche  Verfolgung  nach
sich.  Wie  wirksam  die  Kontrolle  ist,  geht  daraus
hervor,  daß  sich  die  durchschnittliche  tägliche
Arbeitszeit  im  Jahre  1926  auf  7'5  Stunden  belief
(weniger  als  acht  Stunden  wegen  der  geringeren
Arbeitszeit  in  gesundheitsschädlichen  Industriezweigen, ­

Die  Sozialversicherung  der  Sowjetunion  umfaßt
folgende  Zweige:  Krankenversicherung,  Invalidenversicherung, ­
  Hinterbliebenenversicherung  und  Arbeitslosenversicherung. ­
  Die  Kosten  der  Versicherung
werden  zur  Gänze  von  dem  Unternehmen  getragen.
Jeder  Angestellte  und  Arbeiter  gilt  mit  dem  Tage
seines  Arbeitsantrittes  als  versichert.  Die  Zahl  der
Versicherten  ist  seit  1924/25  von  6,720.000  auf
8,900.000  gestiegen.  Viel  rascher  steigen  die  Aufwendungen ­
  für  die  Zwecke  der  Sozialversicherung,
seit  1924/25  von  427  auf  832  Millionen  Rubel.  (Siehe
Tafel.)
Einer  der  interessantesten  Zweige  der  sowjetistischen
Sozialpolitik  ist  die  Verwaltung  der  berühmten  Kurorte ­
  in  der  Krim,  im  Kaukasus  u.  s.  w.  Die  Sozialversicherung ­
  ermöglicht  es,  daß  50‘3  Prozent  aller
Kurgäste  Arbeiter,  31  Prozent  Angestellte  sind.
(Siehe  Tafel.)  Die  Zarenschlösser  am  Schwarzen
Meere  sind  heute  die  bekanntesten  Arbeitersanatorien
der  Sowjetunion.
Die  Wohnungsfrage  ist  eine  der  wichtigsten  Fragen
der  Sozialpolitik  der  Sowjetunion.  Die  mit  ungeheurer ­
  Raschheit  vor  sich  gehende  Vergrößerung
der  wichtigsten  Städte  sowie  der  Ausfall  der  Bauarbeiten ­
  während  der  Jahre  des  Krieges  haben  eine
drückende  W  ohnungsnot  hervorgerufen.  Gegenwärtig
ist  die  Bautätigkeit  eine  überaus  rege,  wenn  auch
noch  lange  nicht  genügend,  um  die  Wohnungsnot
zu  beseitigen.  Allein  im  Jahre  1926  wurden
2,930.000  Quadratmeter  Wohnfläche  geschaffen«  Für
diesen  Zweck  wurden  350,000.000  Rubel  aufgewendet.

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