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MAK

Full text : Sowjet-russische Ausstellung

russischen  Obermittelschulen  ist  die  Zahl  der
Schüler  der  Technica  von  267.000  auf  588.000  gestiegen. ­
  Auch  die  Hörerziffer  der  Hochschulen
(163.000)  ist  höher  als  vor  dem  Kriege  (125.000).
(Siehe  Schema  und  Tafel  über  die  Schülerzahl.)
Die  Sowjethochschule  ist  für  Arbeiter  und  Bauern
weit  geöffnet.  25  Prozent  der  Hochschulhörerschaft
sind  Arbeiter  oder  Arbeiterkinder,  ebenfalls  25  Prozent ­
  Bauern  und  Bauernkinder,  37'5  Prozent  Angestellte ­
  und  nur  11*9  Prozent  entfallen  auf  die
sonstigen  Gruppen.  (Siehe  Tafel.)  Namentlich  die
Einrichtung  der  Arbeiterfakultäten  ist  es,  die  den
Arbeitern  und  Bauern  den  Weg  zur  Hochschule
ebnet.  Mit  materieller  Unterstützung  des  Staates
(ebenso  wie  an  den  Hochschulen)  eignen  sich  hier
Arbeiter  und  Bauern  in  drei-  bis  vierjährigen
Kursen  das  notwendige  Vorwissen  an,  um  in  eine
Hochschule  eintreten  zu  können.  Es  gibt  in  der
Sowjetunion  62  solcher  Arbeiterfakultäten,  an  denen
im  letzten  Jahre  32.970  Hörer  studierten.  50  Prozent ­
  davon  waren  Arbeiter,  40  Prozent  Bauern  und
der  Rest  entfiel  auf  Angestellte.  (Siehe  Tafel.)
Über  das  Schulwesen  hinaus  steht  dem  sowjetistischen
  Volksbildungswesen  ein  ungeheures  Netz  verschiedenartiger ­
  Kulturorganisationen  zur  Verfügung.
Hier  sei  vor  allem  an  die  bei  jedem  größeren
Betriebe  bestehenden  Arbeiterklubs  mit  ihren
verschiedenartigsten  Bildungszirkeln,  Bibliotheken,
Kursen,  künstlerischen  Veranstaltungen  etc.  hingewiesen. ­
  1927  gab  es  3862  solcher  Klubs.  Dieselben
veranstalteten  allein  in  einem  Monat  60.000  Veranstaltungen, ­
  die  einen  Gesamtbesuch  von  18  Millionen ­
  Personen  aufwiesen.  Auf  dem  Lande  bestehen ­
  die  sogenannten  Lesehütten  für  die  Bauernschaften, ­
  14.000  an  der  Zahl.  (Siehe  Tafeln  über
Klubs  und  Lesehütten.)  Die  Arbeit  all  dieser
Organisationen,  ebenso  wie  der  Partei,  Gewerkschaft, ­
  Jugendorganisation  etc.  reicht  natürlich  viel
weiter  als  es  das  Schulwesen  allein  kann.
In  Schule  (siehe  Bilder  über  das  Leben  in  einer
Sowjetschule)  und  Organisation  wird  die  Eigentätigkeit ­
  der  Mitgliedschaft  im  höchsten  Maße  ausgenützt ­
  zur  Durchführung  der  Volksbildungspolitik
des  neuen  Systems,  zur  Überwindung  des  übernommenen ­
  Erbes,
            
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