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Full text: Bugholz, vielschichtig : Thonet und das moderne Möbeldesign

10-4200 
Bugholzstuhl. Silz und Lehne 
gelocht, Chrommanschettcn. 
Bentwood chair 
Seat and back with 1,5 ems 
holes, chrome-ferrules 
Chaise en bois courbc. 
Assisc et dossier troucs, 
emboute pietements chromes. 
10-4100: mit Messing 
manschetten 
with brass-ferrules 
avec emboute pietements 
laiton 
10-4000: ohne Manschetten 
without ferrules 
bois seul 
hiot Ho h » ha 
10-4201 
Bugholzstuhl. 
Sitz ITach ge 
polstert. 
ohne Mittclnaht, 
Lehne gelocht. 
Chrommanschetten. 
Bentwood chair 
Seat uphölstered without mid- 
scam. back perforated. chrome- 
ferrules. 
Chaise en bois courbc 
Assisc rcmbource. sans couture 
mediane, dossier trouc. 
10-4101: mit Messing- 
man schelten 
with brass-ferrules 
avec emboute pietements laiton 
10-4001: ohne Manschetten 
without ferrules 
bois scul 
emboute pietements chromes. hiot Ai) k » 
THONET 
IJimna 
Bugholzstuhl. Sitz und Lehne 
llach gcpolstcn, mit Mittel 
naht. Chrommanschelten. 
Bentwood chair 
Scat and back uphölstered with 
mid-seam. chrome-ferrules. 
Chaise en bois courbe 
Assisc et dossier rembourres, 
avec couture mediane, embouts 
pietements chromes 
10-4102: mit Manschetten 
with brass-ferrules 
avec embouts pietements 
laiton 
10-4002: ohne Manschetten 
without ferrules 
bois seul 
ht06 H« h 54 h«6 
Stuhlserie Fine Forms, Entwurf Ernst Beranek, 1985; Thonet-Katalog An der Universität für angewandte Kunst in Wien lehrte ab 1976 der 
1985 Chair series Fine Forms, design Ernst Beranek, 1985; Thonet Designer Ernst W. Beranek als Professor für Produktentwicklung. 
catalog 1985 Beranek, ein Schüler von Oswald Haerdtl, konnte von Thonet Vienna als 
Entwerfer gewonnen werden und schuf 1979/80 das multifunktionelle 
Stapelstuhlprogramm THON DO, welches vor allem in der Version mit 
Stahlfüßen ein Verkaufserfolg wurde. Die Zusammenarbeit mit Beranek 
dauerte etwa eineinhalb Jahrzehnte und bestimmte das Erscheinungsbild 
von Thonet Vienna für lange Zeit. Er schuf unter anderem die Programme 
FINE FORMS und PLAZA mit bewussten Anklängen an die Wiener 
Moderne um 1900. 21 Auch andere Entwürfe waren am Markt sehr er 
folgreich, wie das Rememberingdesign ART DECO und für den Objekt 
bereich die Stapel- und reihbaren Bugholzprogramme MEETING und 
NEW MEETING. 
Die erfolgreichen Expansionsbestrebungen in Produktion, Programm 
entwicklung und Verkauf erforderten auch entsprechende Anstrengungen 
im Export. Ab 1981 war man daher auf den wichtigsten internationalen 
Fachmessen als Aussteller präsent. Der internationale Markt forderte von 
Thonet Vienna auch echte Bugholzklassiker, weshalb eine Reedition von 
ikonographischen Stühlen aus der langen Vergangenheit des Unterneh 
mens aufgelegt wurde, natürlich auch der sicher bekannteste, Sessel 
Nr. 14. Man wählte allerdings nicht die Ausführung von 1859 - da hatte 
das Modell noch keinen Fußring -, sondern die frühe Serienausführung 
aus den 1860er Jahren, bereits mit Fußreif. 22 Es folgten in dieser Serie 
weitere Neuauflagen; der sogenannte Wiener Stuhl, Nr. 6009, der von 
Le Corbusier in den 1920er Jahren in vielen seiner Gebäude verwendet 
wurde und auch der sehr aufwendig zu fertigende Stuhl „Cafe Museum“, 
ein Entwurf von Adolf Loos, gehörte dazu. 23 Von Otto Wagner wurden 
Stuhl, Armlehnstuhl und Hocker für die Postsparkasse in Wien erneut 
erzeugt. 24 
21 Ch. Pauschitz, Ernst W. Beranek, Wien 2017, 35ff. 
22 Wolfgang Thillmann, Perfektes Design Thonet Nr. 14, Bielefeld 2015, 54. 
23 Jirr Uhlir, Vom Wiener Stuhl zum Architektenmöbel. Jacob & Josef Kohn, Thonet und Mundus 
Bugholzmöbel vom Secessionismus bis zur Zwischenkriegsmoderne, Wien u.a. 2009, 74ff. 
24 Christian Witt-Dörring, Otto Wagner Möbel, Wien 1991,20ff. 
74
	        
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