letzteren bestehen im wesentlichen aus einem kräftigen Gestell, auf welchem die Form befestigt ist, während, etwas
von ihrer äußersten Kante entfernt, zwei Schienen mit dem einen ihrer Enden drehbar gelagert sind. Um ihre
anderen Enden sind Ketten geschlungen, die durch eine Windevorrichtung angezogen werden, um dadurch die
Schienen der Form nähern zu können. Das zu biegende Holz wird zuerst in sogenannten Kochkasten, deren die
Fabrik 21 Exemplare besitzt, der Einwirkung von heißem Wasser und Wasserdampf ausgesetzt, worauf es zwischen
der Form und den Schienen eingespannt und hierauf durch Drehen der Windevorrichtung um die erstere gelegt
wird. Gleich neben der Biegerei befinden sich die Trockenräume in zwei Etagen, von welchen die unteren eine
Temperatur von 60, die oberen — zum Nachtrocknen — eine solche von 35 Grad Celsius haben. Die bewegende
Dreharmsessel.
Schreibsessel.
Schaukelsessel.
Kraft [aller dieser Maschinen [ist der Dampf, der in einem Kessel von 227 Quadratmetern Heizfläche erzeugt und
in eine Maschine von 150 Pferdekräften übersetzt wird. Eine zweite Maschine (Lokomobile) von 40 Pferdekräften
dient als Reserve. Eine eigene elektrische Zentrale versieht das Werk mit der erforderlichen Beleuchtung, die aus
4 Bogen- und ca. 150 Glühlampen besteht. Eine Zweigfabrik für bestimmte Teile befindet sich in Angenrod;
die Gesamtzahl der Arbeiter in beiden Fabriken beziffert sich auf durchschnittlich 225 Köpfe; außerdem werden
noch in Hausindustrie ca. 100 Flechter beschäftigt.
Was nun die Erzeugnisse der Alsfelder Möbelfabrik anbetrifft, so benannten wir als solche schon zu Anfang
Sitzmöbel aus massiv gebogenem Holz. Außerdem werden auch Kleiderhaken, Kleiderstöcke, Ständer, Tische
und Tischgestelle, sowie endlich Vorplatz-, Garten- und Verandamöbel fabriziert. Von dem richtigen Grundsatz
Möbel aus gebogenem Holz.
ausgehend, daß der Stuhl dasjenige Möbel ist, welches ganz besonders stark in Anspruch genommen wird, legt die
Fabrik einen Hauptwert darauf, daß alle ihre Stuhlfabrikate ganz besonders stark sind, damit sie dem darauf
Sitzenden auch den gehörigen Widerstand leisten. Ein fernerer Wert wird auf die Bequemlichkeit oder sonst auf
die Zweckmäßigkeit seiner Bestimmung gelegt, der sich als dritter Faktor eines guten Stuhles das gefällige und
elegante Äußere anschließt.
Zu den obigen Eigenschaften kommt noch die der größten Wohlfeilheit im Gebrauche hinzu. Letztere
ergibt sich aus dem Umstande, daß hier Reparaturen so gut wie ausgeschlossen, jedenfalls aber auf das geringste
Maß herabgemindert sind, ferner die fast unbegrenzte Haltbarkeit, die man bei anderen Stuhlfabrikaten leider nur