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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Oberösterreich und Salzburg

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gewählt. Zwölfhundert bewaffnete Männer verwüsteten die Umgebung vvn Garsten, die 
Verbindung über den Pyhrn wurde gesperrt. 
Der gemessenen Weisung des Erzherzogs an den Feldhauptmann Schifer, den 
Feldzug zu beginnen, und der Einberufung des Aufgebotes folgte die freiwillige Ergebung 
der aufständischen siebennndzwanzig Pfarren auf dem Fuße; drei Wochen später (August) 
war der Attergau unterworfen und entwaffnet. Die Rädelsführer wurden nur mit 
Geldstrafen belegt, selbst der oberste Hanptmann des Bundschuh konnte 'sein Leben mit 
Krems,uünstcr im Rcsormatioiiszeitalter. 
zweihundert Gulden retten. Der erste Bauernansruhr war zwar gedämpft, aber die 
Unzufriedenheit dauerte fort, genährt durch manche gutsherrliche Willkür. 
Zunächst nahte dem Lande die Gefahr von außen. Der türkische Erbfeind umlagerte 
Wien (1529), die Renner und Brenner streiften bis an die Enns; nach drei Jahren 
erschienen die Raubschareu abermals, Stadlkirchen und Dietach wurden niedergebrannt, 
türkische Plünderer drangen in das Thal von Gafleuz und Weyr, wurden aber durch eine 
Erhebung des Landvolkes vernichtet. 
Das neue Evangelium hatte inzwischen im größten Theile des Landes sieghaften 
Einzug gehalten; für den Adel bedeutete es Erhöhung seiner Macht und seines Besitzes.
	        
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