299
Feuerung und der nach je drei Stunden sich wiederholenden Entfernung des Salzes aus
der Pfanne so lange fortgefahren, bis nach etwa zwei- bis dreiwöchentlichem Betriebe sich
die Nothwendigkeit ergibt, die Pfanne von dein angelegten salzhaltigen Gips, dem
sogenannten Pfannstein, zu reinigen und die etwa sonst noch nöthigen Reparaturen
vvrzunehmen. Das aus den Pfannen ausgezogene Salz bleibt entweder in losem
Zustande als Blanksalz und wird, nachdem die anhaftende Mutterlauge abgetrauft ist, ans
blechernen Dörrböden durch die Überhitze der Pfanne gedörrt und sodann in Säcken
Gosanzwang mit der Salzleitunci.
verladen, oder es wird das Salz in hölzernen Kufen eingestampft und zu Stöckeln,
„Füderln" geformt oder auch in Metallformen zu Ziegeln, „Briquettes" gepreßt und
dann in Dörrkammern, durch welche die von den Sudpfannen abziehenden Verbrennungsprodncte
streichen, scharf abgedörrt. Unterhalb der Pfannen, die auf zahlreichen thönernen
oder gußeisernen Ständern, „Stehern", aufruhen, befinden sich die je nach der Beschaffenheit
des Brennmaterials entsprechend eingerichteten Feuerungsanlagen, welche entweder durch
einen ziehenden Schornstein oder einen blasenden Unterwind-Ventilator die nothwendrge
Luftzuführung erhalten. Als Brennstoff, wozu in früherer Zeit ausschließlich Holz verwendet
wurde, dient gegenwärtig, wo durch die Vervollkommnung der Communicationsmittel
einerseits die Zufuhr der Kohle wesentlich erleichtert, anderseits eine vortheilhafte
Verwerthnng des Holzes zu Bau- und Schnittholz im Laufe der Zeit ermöglicht wurde,