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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Oberösterreich und Salzburg

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daß  die  Zahl  der  hervorragenden  monumentalen  Bauten  eine  ganz  ungewöhnlich  große
ist.  Es  gibt  wohl  an  wenigen  Orten  nördlich  der  Alpen  so  viele  Kirchen,  Thürme,  Kuppeln
auf  so  engem  Raume  beisammen.  Was  man  sieht,  gehört  aber  zwei  gründlich  verschiedenen
Stilweisen  an.  Auf  den  Höhen  der  Hügel  überwiegen  die  mittelalterlichen  Formen,
Zinnenthürme,  Erker,  Bastionen,  Alles  durch  Alter  und  die  ursprüngliche  Farbe  des
verwendeten  Materiales  dunkel  gefärbt;  sie  gehen  fast  unmerklich  über  in  die  zu  steilen
Mauern  abgemeißelten  Felswände  des  Mönchsberges,  welche  ans  demselben  Gestein

Motiv  vom  Mönchsberg:  Blick  ins  Thal.

bestehen  und  daher  die  gleiche  Farbenwirkung  Hervorbringen.  In  der  Tiefe  herrschen
aber  die  Formen  der  Renaissance  und  der  Barocke,  nur  durch  wenige  Stücke  wird  die
Erinnerung  an  das  Mittelalter  festgehalten.  Am  ineisten  imponirt  die  gelbliche  Marmorfacade
  des  Domes,  kaum  weniger  die  mit  hohen  Schultern  emporstrebende  Collegienkirche.
Neben  vielen  mit  Kuppeln  geschmückten  Kirchen  fehlt  es  nicht  an  alten  und  neuen  Palastfronten, ­
  Thoren,  Brücken,  Brunnen  und  Statuen,  um  das  Bild  der  Fülle  und  des
Reichthums  zu  erzeugen.  Aber  reicher  noch  als  die  Menschen  hat  auch  hier  die  Natur
gespendet.  Die  Häufung  architektonischer  Linien  würde  vielleicht  unruhig  und  störend
wirken,  wenn  nicht  eine  Baumvegetation  von  seltener  Üppigkeit  alle  Gegenstände  zu  einer
            
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