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daß die Zahl der hervorragenden monumentalen Bauten eine ganz ungewöhnlich große
ist. Es gibt wohl an wenigen Orten nördlich der Alpen so viele Kirchen, Thürme, Kuppeln
auf so engem Raume beisammen. Was man sieht, gehört aber zwei gründlich verschiedenen
Stilweisen an. Auf den Höhen der Hügel überwiegen die mittelalterlichen Formen,
Zinnenthürme, Erker, Bastionen, Alles durch Alter und die ursprüngliche Farbe des
verwendeten Materiales dunkel gefärbt; sie gehen fast unmerklich über in die zu steilen
Mauern abgemeißelten Felswände des Mönchsberges, welche ans demselben Gestein
Motiv vom Mönchsberg: Blick ins Thal.
bestehen und daher die gleiche Farbenwirkung Hervorbringen. In der Tiefe herrschen
aber die Formen der Renaissance und der Barocke, nur durch wenige Stücke wird die
Erinnerung an das Mittelalter festgehalten. Am ineisten imponirt die gelbliche Marmorfacade
des Domes, kaum weniger die mit hohen Schultern emporstrebende Collegienkirche.
Neben vielen mit Kuppeln geschmückten Kirchen fehlt es nicht an alten und neuen Palastfronten,
Thoren, Brücken, Brunnen und Statuen, um das Bild der Fülle und des
Reichthums zu erzeugen. Aber reicher noch als die Menschen hat auch hier die Natur
gespendet. Die Häufung architektonischer Linien würde vielleicht unruhig und störend
wirken, wenn nicht eine Baumvegetation von seltener Üppigkeit alle Gegenstände zu einer