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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Oberösterreich und Salzburg

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2.408  Meter  hohen  Spitze  nördlich  über  dem  Markte  sichtbare  Speiereck,  im  Westen  sind
die  äußeren  Berge  von  Murwinkl  und  Zederhaus  nahe  gerückt.  Den  Thalgrund  an  der
Mur  beleben  zahlreiche  Ortschaften.  St.  Michael  hat  eine  Höhenlage  von  1.068  Meter.
Seine  Kirche  ist  alt,  jedoch  in  verschiedener  Zeit  verschieden  umgestaltet.  Von  großem
Interesse  sind  das  meisterhafte  Basrelief  aus  der  Römerzeit  über  dem  Kirchenportale  und
Grabsteine  der  Weißbriacher,  darunter  einer  aus  dem  Jahre  1394.
Wie  der  Radstatter  Tauern  nach  Norden  und  mit  Salzburg,  ist  der  auf  dem  höchsten
Übergangspunkt  1.641  Meter  hohe  Katfchberg  nach  Süden  und  mit  Kärnten  die  einzige
fahrbare  Verbindung  des  Lungau.  Bei  St.  Michael  vereinigen  sich  die  beiden  Thäler
Zedcrhaus  und  Murwinkl.  Sie  entspringen  auf  dem  Westrand  des  Lnngan  und  gehen

aus  einem  kurzen  nördlichen  Laufe  in  einen  südöstlichen  über,  in  welchem  sie  auch,  jedoch
Murwinkl  mit  einer  zuletzt  nordöstlichen  Wendung,  in  das  eigentliche  Murthal  eintreten.
In  Zederhaus,  dem  nördlichen  der  beiden  Thäler,  steht  der  Gebirgskamm  auf  der
Nordseite  weit  zurück  und  steigen  die  Vorlagen  sanfter  zu  ihm  hinan,  daher  da^>  Lhal  sich
als  ein  weites  Gebirgsthal  freundlich  darstellt.  Darin  fallen  das  schlanke  Moser-Mandl
(2.679  Meter)  und  der  ernste  Faulkogl  (2.653  Meter)  am  meisten  auf.  Der  pittoreske
oberste  Theil  des  Thales  heißt  das  Riedingthal  und  hier  überrascht  der  von  Zederhaus
als  Nadel  sichtbare  Rieding-Spitz  (2.262  Meter)  und  das  nach  Norden  mit  scheinbar
unersteiglichen  lichten  Wänden  abfallende  Weißeck  (2.709  Meter).  Von  den  Übergängen
aus  Zederhaus  in  die  Nachbarthäler  wird  der  nach  Groß-  und  Kleinarl  über  dav  Schireck
und  Tappenkaar  zumeist  benützt.
Es  erübrigt  noch,  das  südwestlichste  Thal  des  Gaues,  den  Murwinkl,  die  Geburtsstätte ­
  der  Mur,  kennen  zu  lernen.  Sein  hochalpiner  Charakter  macht  ihn  zum  schönsten
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