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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Oberösterreich und Salzburg

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zu  den  Umwälzungen  der  Napoleonischen  Zeit  in  seinem  Besitze  geblieben,  zum  n  heile  im
XVI.  Jahrhundert  verloren  gegangen  sind,  so  Traismauer  an  der  Donau,  das  Leibnitzer
Feld  an  der  Mur,  den  Forst  Sausal,  die  Stadt  Pettau,  St.  Andrä  im  Lavantthal,  die
Gegend  von  Hiittenberg,  Althofen  und  Friesach  in  Kärnten.  Von  geringer  Dauer  waren
die  Erwerbungen  auf  später  ungarischem  Gebiet  bei  Fünfkirchen.  War  doch  der  ganzen
fränkisch-christlichen  Gründung  in  diesen  Gegenden  kein  Gedeihen  beschieden.
Den  ersten  Stoß  erlitt  dieselbe  durch  das  Anfleben  des  nationalen  Wesens  der  unterworfenen ­
  Slaven,  welches  durch  das  Auftreten  der  byzantinischen  MöncheMethodius  und

Der  Untersberg  von  Elsbethen  aus.

Cyrillus  wesentlich  gefördert  wurde,  da  diese  das  Christcnthum  in  nationaler  Form
und  Sprache  lehrten.  Der  große  Slavenapvstel  Methodius  war  rn  Passau  und  Salzburg
eine  verhaßte  Persönlichkeit,  wurde  bei  König  und  Papst  bitter  verklagt  und  mehrere  Jahre
in  Deutschland  gefangen  gehalten.  Noch  schlimmer  wurden  die  Dinge,  als  die  Slaven  in
den  östlichen  Grenzlandschaften  unter  dem  Mährerfnrsteu  Svatopluk  sich  einigten  und
in  mehreren  großen  Kriegen  ihre  thatsächliche  Unabhängigkeit  errangen.
Aber  auch  das  wäre  noch  zu  ertragen  gewesen,  denn  die  Mährer  waren  doch
Christen,  und  da  Svatopluk  sich  der  nationalen  Kirche  des  Methodius  keineswegs  mrt
besonderer  Hingebung  annahm,  so  konnten  die  deutschen  Bischöfe  wohl  hoffen,  das  Verlorene ­
  zurnckzugewinnen.  Der  Einbruch  der  Ungarn  machte  aber  Allem  ein  jähes  Ende.
            
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