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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Oberösterreich und Salzburg

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Auch die gothische Osthälfte dieser Kirche mit dem Chore erfreut sich noch des 
Schmuckes eines prächtigen streng romanischen Portals, das in Aufbau wie in dekorativer 
Durchführung aus zweifarbig wechselndem Marmor jenem der Stiftskirche St. Peter nahe 
verwandt und im Knnstwerth ebenbürtig zur Seite steht. Dasselbe nahm zweifellos 
ursprünglich die Stirnseite eines romanischen Querschiffes ein, welches dem gothischen 
Chorbaue weichen mußte; gegenwärtig ist ihm der Thurm vorgebaut und bildet dazu die 
Krenzgang im Stift St. Peter. 
Eingangshalle. Es darf unbedenklich angenommen werden, daß dieses Prachtportal älter 
als das Langhaus, ungefähr gleichzeitig mit jenem von St. Peter und ebenso unter dem 
Einflüsse italienischer Kunstübung entstanden ist. 
Die Nähe Italiens und dessen Einwirkung macht sich in den romanischen Ban 
denkmalen Salzburgs überhaupt mehrfach bemerklich. Insbesondere sei hier nur der 
Lvwensiguren aus Marmor gedacht, die sich in der Stadt und ihrer Ilmgegend (Berchtes 
gaden, Reichenhall) zerstreut vorfinden. Sie hatten einst an den Kirchenportalen als 
Wächter und Sänlenträger ihren Platz, wie man sie in Italien noch heute in Menge trifft.
	        
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