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Auch die gothische Osthälfte dieser Kirche mit dem Chore erfreut sich noch des
Schmuckes eines prächtigen streng romanischen Portals, das in Aufbau wie in dekorativer
Durchführung aus zweifarbig wechselndem Marmor jenem der Stiftskirche St. Peter nahe
verwandt und im Knnstwerth ebenbürtig zur Seite steht. Dasselbe nahm zweifellos
ursprünglich die Stirnseite eines romanischen Querschiffes ein, welches dem gothischen
Chorbaue weichen mußte; gegenwärtig ist ihm der Thurm vorgebaut und bildet dazu die
Krenzgang im Stift St. Peter.
Eingangshalle. Es darf unbedenklich angenommen werden, daß dieses Prachtportal älter
als das Langhaus, ungefähr gleichzeitig mit jenem von St. Peter und ebenso unter dem
Einflüsse italienischer Kunstübung entstanden ist.
Die Nähe Italiens und dessen Einwirkung macht sich in den romanischen Ban
denkmalen Salzburgs überhaupt mehrfach bemerklich. Insbesondere sei hier nur der
Lvwensiguren aus Marmor gedacht, die sich in der Stadt und ihrer Ilmgegend (Berchtes
gaden, Reichenhall) zerstreut vorfinden. Sie hatten einst an den Kirchenportalen als
Wächter und Sänlenträger ihren Platz, wie man sie in Italien noch heute in Menge trifft.