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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Oberösterreich und Salzburg

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einen Schatz von künstlerisch ansgeführten Gebrauchs- und Luxusgegenständen dieser Zeit. 
Weniger günstig stand es bei den Einheimischen mit der Malerei, weshalb man in diesem 
Knnstzweige sich fortwährend noch gerne nach auswärtigen Kräften umsah. Die Zahl der 
guten Gemälde ist namentlich im Lande auffallend gering. 
Ein besonderes Wort gebührt den salzburgischen Eisenarbeiten. Schon im Mittel- 
alter scheint dieser Zweig des Kunsthandwerks hier einen blühenden Stand der Entwicklung 
erreicht zu haben. Wir besitzen aus dem XVI. Jahrhundert Eisengitter und andere Arbeiten 
dieser Art, die den Namen von Kunstwerken verdienen. Obenan steht hier der Markt 
oder Florianibrunnen in der Stadt Salzburg, dessen stattliches Marmorbassin eine 
Bekrönung von kunstvoll verschlungenem Gitterwerk, Spitzengewebe aus Eisen könnte man 
es nennen, trägt. Es wurde 1583 von dem hiesigen Schlossermeister Wolf Gnppenberger 
angefcrtigt. Noch höher in technischer Bollendung wie in künstlerischer Zier stieg die Eisen 
arbeit des Barock und Rococo. Ihre Schöpfungen, erst in neuester Zeit wieder nach Gebühr 
gewürdigt, erfreuen noch in Menge — wir erwähnen daraus nur die Gräberkreuze, 
Stand- und Wandleuchte:-, Brunnen- und Abschlnßgitter — den Kunstfreund. Wahre 
Prachtstücke der Art besitzen der Dom, die Stiftskirche St. Peter, die Bnrgerspital- 
Pfarrkirche, die Kirchen Mariaplain und St. Sebastian. Einfacher gehalten, aber durch 
Oberlichtgitter in der St. Sebastianskirche in Salzburg.
	        
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